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Schützenfest in Nemmenich: Der Vogel hielt 80 Schüsse aus

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Franz-Theo Winter (3.v. r) ist neuer Schützenkönig, rechts daneben Jungschützenprinz Jan Zingsheim, vorne rechts Bambiniprinz Simon Koch, daneben Schülerprinz Christian Olschewski.
Franz-Theo Winter (3.v. r) ist neuer Schützenkönig, rechts daneben Jungschützenprinz Jan Zingsheim, vorne rechts Bambiniprinz Simon Koch, daneben Schülerprinz Christian Olschewski.
Foto: Petra Grebe
Zülpich-Nemmenich

Mit dem 80. Schuss machte Franz-Theo Winter alles klar: Am Montagabend schoss er den Vogel ab und ist neuer Schützenkönig der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft in Nemmenich.

Am Ende waren es noch drei Schützen, die um die Königswürde schossen. Seit ein paar Jahren mache er mit, erzählte Winter, verbissen sei er dabei nie gewesen: "Wenn es klappt ist es gut, wenn nicht auch." Nun hat es für den Werkzeugmacher geklappt, und als der Vogel fiel, nahm er die Glückwünsche freudestrahlend entgegen. Seit 1967 ist er bei den Schützen dabei und auch Mitglied in der Schießmannschaft.

Rege Beteiligung

Gekrönt wurde der neue König am Montagabend im Festzelt von Präsident Heinz Wirtz. Der ehrte auch die Prinzen, die schon am Sonntag ermittelt worden waren. Jungschützenprinz wurde Jan Zingsheim mit dem 24. Schuss, Schülerprinz Christian Olschewski. Das Wildschwein-Turnier der Damen - daran kann jede Frau ab 18 Jahren teilnehmen - entschied Michaela Bauersch für sich. Bambiniprinz - die Sechs- bis Zwölfjährigen schießen mit dem Lasergewehr - ist Simon Koch.

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Insgesamt zeigte sich Präsident Wirtz mit dem Fest und der Beteiligung sehr zufrieden. Am Freitag bildete ein Dämmerschoppen den gemütlichen Auftakt. Am Samstag stand abends der Königsball im Festzelt auf dem Programm. Das Schießen der Prinzen und der Festzug bildeten am Sonntag die Höhepunkte des Schützenfestes. Sieben Bruderschaften und fünf Musikvereine begleiteten ihre Nemmenicher Schützenkollegen im Festzug durch den Ort.

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Rund 500 Teilnehmer habe der Zug gehabt, alle Beteiligten seien mit einer großen Abordnung dabei gewesen, freute sich Wirtz. Anschließend gab die Bergkapelle Mechernich ein Platzkonzert.

Nach dem Schießen um die Königswürde am Montag wurde die neue Majestät zu Hause abgeholt und standesgemäß zum Festplatz gebracht. Dort nahm Winter die traditionelle Parade ab - und feierte dann mit seinen Schützenbrüdern den Krönungsball. (pg)