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Zirkus Jonny Casselly in Zülpich: Schüler wurden selbst zu Artisten

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Die Schüler der Chlodwigschule Zülpich und Füssenich standen selbst als Akteure in der Manege. Foto: Petra Grebe
Die Kinder der Chlodwig-Schule Zülpich und Füssenich haben gemeinsam mit dem Zirkus Jonny Casselly eine aufregende Bühnenshow einstudiert. Am Wochenende wurde das Zirkusprogramm einem begeisterten Publikum präsentiert.  Von
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Wagemutige Akrobaten, geheimnisvolle Zaubereien, lustige Clowns, hart gesottene Fakire und rasante Jonglagen – die Kinder der Chlodwig-Schule Zülpich und Füssenich entführten die Besucher am Freitag und Samstag in die Welt des Zirkus’.

Der Grundschule war es gelungen, den Zirkus Jonny Casselly nach Zülpich zu holen.

Eine Spezialität der Zirkusfamilie sind Projektwochen mit Kindern. In dieser Zeit lernen die Schüler nicht nur einen Zirkus von innen kennen, sie verwandeln sich selbst in kleine Akrobaten und Künstler und stehen im Rampenlicht. Doch wie kam es zu dem Gastspiel in Zülpich? Die Mutter eines Schülers kannte den Zirkus von einer anderen Schule und gab die Idee weiter.

Schulpflegschaftssprecher Thomas Virnich setzte sich sogleich ans Telefon und recherchierte – und nach einigem Hin und Her stand der Termin fest. 2011 habe er zum ersten Mal angefragt und mit viel Glück habe der Termin jetzt im Juni geklappt, freute sich Virnich, denn der Zirkus Casselly ist lange im Voraus ausgebucht. Bei Schulfesten und anderen Veranstaltungen wurde das Geld für die Aktion gesammelt. Doch nicht nur die Kinder wurden eingebunden, die Eltern, hauptsächlich die Väter, halfen beim Zeltaufbau und waren mit Begeisterung dabei.

Bereits 2011 wurde der Zirkus zum ersten Mal angefragt und mit viel Glück habe der Termin jetzt im Juni geklappt. Foto: Petra Grebe

Zunächst lernten die Schüler den Zirkus näher kennen und konnten sich überlegen, ob sie lieber zaubern, als Clown die Besucher zum Lachen bringen oder als Akrobaten durch die Luft fliegen wollten.

Drei Tage lang wurde dann in den Gruppen geprobt – im Zelt und in der Schule waren die künftigen Zirkusakteure verteilt, um für ihren großen Auftritt zu üben. Nebenher lief die normale Schule weiter.

Zu Hause weiter geübt

Nur rund eineinhalb Stunden am Tag wurde mit den professionellen Zirkusmitgliedern geübt. Das habe ganz gut funktioniert, meinte Schulleiterin Brigitte Zeller. Allerdings hätten die Kinder in den Pausen und zu Hause weiter geübt, wusste Thomas Virnich zu berichten, und da musste dann schon mal der eine oder andere Vater zu Hause als Assistent fungieren.

Für den Auftritt wurden die Kinder aus dem großen Kostümfundus der Casselys eingekleidet und natürlich auch professionell geschminkt. Für Eltern und Lehrer war das Gastspiel ein voller Erfolg und sie konnten mit dieser besonderen Projektwoche für strahlende Kindergesichter sorgen.

Bei Schulfesten und anderen Veranstaltungen wurde das Geld für die Aktion gesammelt. Foto: Petra Grebe

Es gab drei Vorstellungen, damit alle Kinder ihr Gelerntes präsentieren konnten und man spürte den Mitgliedern der Zirkusfamilie die Erfahrung an, die sie mit derartigen Kinderprojekten schon sammeln konnten.

Die Profis banden die Nachwuchskünstler gekonnt in die Choreographien ein, sie unterstützten unauffällig diejenigen, die Hilfe brauchten und verhalfen den Kindern damit zu einem rundum gelungenen Auftritt.

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Die mehr als 300 Schüler der Verbundschule waren mit Feuereifer dabei, und sie schienen sich in der Manege richtig wohl zu fühlen. So manche Eltern hätten verborgene Talente bei ihren Kindern entdeckt, meinte Virnich.

Schulleiterin Zeller hat mit dem Zirkus Casselly schon den nächsten Termin in vier Jahren abgesprochen. Fraglich ist allerdings, ob dann noch Artisten der Füssenicher Grundschule in der Manege stehen.

Für sie könnte es der letzte große Auftritt gewesen sein. Am 8. September entscheiden die Bürger über den Fortbestand der kleinsten Schule Zülpichs.

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