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Tourismusrekord: Zehn Orte, die jeder in Köln besucht haben sollte

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Welch ein Anblick: Rhein, Dom - hier fühlen sich die Touristen wohl. Und die Kölner auch.

Foto:

Thomas Banneyer

Die Stadt Köln ist unter Hotelgästen so beliebt wie noch nie. 2017 kamen 3,59 Millionen Besucher an den Rhein, die 6,24 Millionen Übernachtungen buchten.

Nachdem der Tourismus noch 2016 unter den Folgen der Silvesternacht 2015/16 zu leiden hatte, konnte er im Folgejahr ein Rekordergebnis verzeichnen, sagte der Geschäftsführer von Köln-Tourismus, Josef Sommer.

Die meisten Gäste stammten aus dem Inland, den USA und Großbritannien. Das sind die beliebtesten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.  Hier finden Sie außerdem 15 weitere Ausflugsziele in Köln, die längst nicht jeder kennt.

Dom

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Dom und Reiterdenkmal in Köln

Foto:

Thomas Banneyer

Touristen, die mit dem Zug nach Köln reisen, können das 157 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt kaum übersehen. Und bei jedem waschechten Kölner schlägt das Herz wohl ein kleines bisschen schneller, wenn er die Kathedrale neben dem Hauptbahnhof erblickt.

Die Kölner sind schließlich stolz auf ihren Dom und das zu recht: Er ist mit 157 Metern das drittgrößte Kirchengebäude der Welt und gilt als Meisterwerk der gotischen Architektur. Die Grundsteinlegung fand im Jahr 1248 statt, fertiggestellt wurde er jedoch erst 1880, über 600 Jahre später. Die gotische Kirche überlebte den Zweiten Weltkrieg trotz Bombardierung und ist seit 1996 Unesco-Weltkulturerbe. Etwa sechs Millionen Menschen schauen sich den Kölner Dom jährlich an.

Besucher können den Südturm des Kölner Doms besteigen – Achtung, 533 Stufen müssen überwunden werden! – und die Domschatzkammer besichtigen. In dem alten Gewölbekeller ist unter anderem ein wertvoller Kirchenschatz mit Petrus-Reliquien zu Hause.

Tipp: Um die majestätische Größe des Doms in völliger Stille zu erleben, bietet das Domforum auch nächtliche Führungen ab 21 Uhr an.

Öffnungszeiten

  • November bis April, 6 Uhr bis 19.30 Uhr; Mai bis Oktober 6 Uhr bis 21 Uhr, Sonn- und Feiertage 13 Uhr bis 16.30 Uhr
  • Tägliche Gottesdienste finden zu unterschiedlichen Zeiten statt.
  • Domführungen können im gegenüberliegenden Domforum gebucht werden.

Anfahrt

  • KVB-Haltestelle: Dom/Hauptbahnhof
  • Kölner Dom, Domkloster 4, 50667 Köln

Der Kölner Dom bei Google Maps

Altstadt

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Die Hüsjer in der Kölner Altstadt

Foto:

Hennes

Die Kölner Altstadt zu Fuß des Kölner Doms hat für jeden Geschmack etwas zu bieten: Eine hohe Kölsch-Brauhausdichte, mittelalterliche Gässchen und das historische Kölner Rathaus.

Ganz in der Nähe liegt das Duftmuseum im Farina-Haus, das unumstößlich mit dem berühmten Parfüm „Eau de Cologne“ verknüpft ist. Der italienische Parfumeur Johann Maria Farina schuf den Duft, der ihn an Orangen, Zitronen, Pampelmuse und Bergamotte, Cedrat, die Blüten und Kräuter seiner Heimat erinnerte. In der Glockengasse wartet das wiedereröffnete „Dufthaus 4711“, mit einem Brunnen, aus dem feinstes Kölnisch Wasser sprudelt.

Am Rande der Altstadt, direkt am Rhein, befindet sich außerdem eine der schönsten Kirchen Kölns: Die Große Sankt Martin Kirche, die im Mittelalter erbaut wurde und mit ihrem großen Vierungsturm das Kölner Stadtpanorama prägt.

Öffnungszeiten

  • Farina-Haus: Montag bis Samstag, 10 bis 19 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr
  • Dufthaus 4711: Montag bis Freitag, 9.30 bis 18.30 Uhr, Samstag 9.30 bis 18 Uhr

Anfahrt

  • Die Altstadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden.
  • KVB-Haltestelle: Rathaus oder Heumarkt

Kölner Altstadt bei Google Maps

Rheinauhafen und Kranhäuser

Neuer Inhalt

Nicht nur  Architektur-Interessierte kommen beim Spaziergang am Rheinauhafen auf ihre Kosten.

Foto:

Reiche

Einige hundert Meter weiter südlich der Altstadt beginnt der Rheinauhafen. Das Besondere an ihm ist die Mischung aus alten Gebäuden wie dem Hafenamt und neuen architektonischen Highlights wie den riesigen Kranhäusern direkt am Fluss. Nach und nach wurde die ehemalige Hafenanlage in ein modernes Stadtviertel mit Wohnungen, Büros, Gastronomie und Kultur umgewandelt.

Außerdem findet sich hier die perfekte Kombination der Museen: Das Sport- und Olympiamuseum zeigt Ausstellungsstücke aus 3000 Jahren Sportgeschichte, in der Nachbarschaft ist das Schokoladenmuseum. Besucher verfolgen bei ihrem Rundgang den Weg des Kakaos von der Plantage bis in die Schokoladenfabrik. Der drei Meter hohe Schokoladenbrunnen mag vielen Appetit auf mehr machen – abgesehen von dem winzigen Lindt-Täfelchen, das jeder Besucher zur Eintrittskarte dazu bekommt, ist Naschen beim regulären Museumsbesuch leider nicht inklusive.

Öffnungszeiten

Anfahrt

  • Von Altstadt und Dom kommend dem Rheinufer in südliche Richtung folgen

Rheinauhafen bei Google Maps

Museen

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Das Römisch-Germanische Museum sowie das Museum Ludwig in Köln.

Foto:

imago/Horst Galuschka

Nicht nur Sport und Schokolade wird in Köln in Museen ausgestellt. Die beiden renommiertesten Museen der Stadt liegen unweit des Doms nah beieinander: Das Römisch-Germanische Museum zeigt archäologische Funde aus der Zeit der alten Römer. Zu den bedeutendsten Exponaten gehören das Dyonisosmosaik aus dem Speisesaal einer römischen Villa und das Grabmal des Veteranen Lucius Poblicius.

Das städtische Museum Ludwig hingegen sammelt die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Benannt ist das Museum nach Peter und Irene Ludwig – das Sammlerpaar legte mit einer großzügigen Schenkung von 350 Werken moderner Kunst 1976 den Grundstein für die heute weltweit beachtete Sammlung des Hauses. Neben der ständigen Sammlung zeigt das Museum Ludwig immer neue Wechselausstellungen mit etablierten Künstlern der Moderne.

Das Rautenstrauch-Joest-Museum am Neumarkt ist ein klassisches Völkerkundemuseum, das mit modernen Mitteln unterschiedliche Kulturen präsentiert. Was trennt uns, was verbindet uns? Eines der wohl beeindruckendsten Exponate des Hauses bekommen Besucher bereits im Foyer zu sehen: einen acht Meter hohen Reisspeicher aus Indonesien, der ohne einen einzigen Nagel gebaut wurde.

Öffnungszeiten und Anfahrt

Römisch-Germanisches Museum

  • Dienstag bis Sonntag/Feiertag, 10 bis 17 Uhr
  • KVB-Haltestelle: Hauptbahnhof/Dom
  • Roncalliplatz 4, 50667 Köln

Museum Ludwig

  • Dienstag bis Sonntag/Feiertag, 10 bis 18 Uhr
  • KVB-Haltestelle: Hauptbahnhof/Dom
  • Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln

Rautenstrauch-Joest-Museum

  • Dienstag bis Sonntag/Feiertag, 10 bis 18 Uhr
  • KVB-Haltestelle: Neumarkt
  • Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

Rheinboulevard und LVR-Turm

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Der Rheinboulevard in Köln-Deutz.

Foto:

Grönert

Die rechte Rheinseite nennt der Kölner verächtlich „Schäl sick“ („falsche Seite“). Dabei hat sie besonders für Besucher einen bestechenden Vorteil: den unverstellten Ausblick auf die Kölner Altstadt inklusive Dom und Rheinpromenade.

Köln von oben gibt es auf der Aussichtsplattform des LVR-Turms in Deutz zu bestaunen. Ein Aufzug befördert Touristen in sekundenschnelle in die 29. Etage. Von dort aus hat man einen Rundumblick und kann bei klarem Wetter bis zum Drachenfels in Königswinter schauen.

Wer lieber auf dem Boden bleibt, bevorzugt den Rheinboulevard zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke. Die Freitreppe wurde im Juli 2015 eröffnet und bei den Kölner ein beliebter Platz für Picknick und Feierabendkölsch.

Öffnungszeiten und Anfahrt

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  • Oktober bis April, 12 bis 20 Uhr, Samstag/Sonntag/Feiertag, 10 bis 20 Uhr
  • Mai bis September, 11 bis 23 Uhr, Samstag/Sonntag/Feiertag, 10 bis 20 Uhr
  • Ottoplatz 1, 50678 Köln
  • KVB-Haltestelle: Deutzer Freiheit

Rheinboulevard bei Google Maps


Fünf weitere Top-Sehenswürdigkeiten in Köln

Liebesschlösser

Unzählige Liebesschlösser schmücken die Kölner Hohenzollernbrücke.

Unzählige Liebesschlösser schmücken die Kölner Hohenzollernbrücke.

Foto:

Christoph Hennes

Liebesschlösser sollen der Liebe hundertausender Paare aus aller Welt Halt geben. Und auch die Statik hält, wie mittlerweile feststeht. Die Hohenzollern-Brücke kann die Last der Liebebotschaften tragen. Die bunten Schlösser sind seit geraumer Zeit auch für Touristen – ob verliebt oder nicht – ein echter Magnet.

Anfahrt

  • KVB-Haltestelle: Dom/Hauptbahnhof und dann zu Fuß über die Brücke

Hohenzollernbrücke bei Google Maps

Belgisches Viertel

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Der Brüsseler Platz in Köln

Foto:

Winkler

Das Belgische Viertel in Köln ist besonders bei einem jungen Publikum beliebt. Ziele sind nicht nur die vielen Bars und Cafés, sondern auch die vielen kleinen Mode-Boutiquen, in denen Einzelstücke von Designern verkauft werden.

Rund um den Brüsseler Platz sammeln sich bei schönem Wetter viele Menschen und trinken Bier von den umliegenden Kiosken.

Brüsseler Platz bei Google Maps

Kölner Zoo

Die Kubaflamingos sind seit 1952 im Kölner Zoo

Die Kubaflamingos sind seit 1952 im Kölner Zoo.

Foto:

Arton Krasniqi

Im Norden Kölns ist vor allem der Kölner Zoo, der drittälteste Deutschlands, sehenswert. Hier leben 10.000 Tiere von 500 Arten auf einem 20 Hektar großen Gebiet. Highlights des Zoos sind der 20.000 Quadratmeter große Elefantenpark, in dem die Asiatischen Elefanten leben und immer wieder niedlichen Nachwuchs bekommen.

Gegenüber des Kölner Zoos befindet sich auch der Kölner Skulpturenpark, der bei schönem Wetter für Kultur-Interessierte spannend ist.

Öffnungszeiten

  • November bis Februar, 9 bis 17 Uhr
  • März bis Oktober, 9 bis 18 Uhr

Anfahrt

  • Riehler Straße 173, 50735 Köln
  • Station: Zoo/Flora

Kölner Zoo bei Google Maps

Flora und Botanischer Garten

Die älteste Grünanlage in Köln verfügt über ein insgesamt 11,5 Hektar großes Gelände.

Die älteste Grünanlage in Köln verfügt über ein insgesamt 11,5 Hektar großes Gelände.

Foto:

Michael Bause

Naturfans kommen im Botanischen Garten in der Flora im Stadtteil Riehl auf ihre Kosten. Die älteste Grünanlage in Köln verfügt über ein insgesamt 11,5 Hektar großes Gelände, das sich viel vom Charme des 19. Jahrhunderts bewahrt hat.

Den Besucher erwarten verwinkelte Gärten, romantische Teichanlagen mit Skulpturen und Rosengärten sowie Schaugewächshäuser mit über 5000 exotischen Pflanzenarten aus Tropen, Wüsten und Subtropen. Hinter den Häusern stehen zahlreiche sonnige Parkbänke mit Blick auf alte Baumbestände, die Palmenallee und den kleinen Wasserfall.

Öffnungszeiten

  • Garten: ganzjährig, täglich 8 Uhr bis Eintritt der Dämmerung (im Sommer maximal bis 21 Uhr)
  • Gewächshäuser: täglich von Oktober bis März von 10 bis 16 Uhr, von April bis September täglich von 10 bis 18 Uhr (derzeit nur Subtropenhaus)

Anfahrt

  • Botanischer Garten, Alter Stammheimer Weg, 50735 Köln
  • KVB-Haltestelle: Zoo/Flora

Die Flora bei Google Maps

Ferieninsel Groov

Die Fähre, Krokolino heißt sie, und nimmt alle mit auf die andere Rheinseite.

Die Fähre, Krokolino heißt sie, und nimmt alle mit auf die andere Rheinseite.

Foto:

Stefan Worring

Mehr als nur ein Biergarten findet sich auf der Freizeitinsel Groov: Nach einer Fahrt mit dem Tretboot, einer Partie Minigolf oder einem Spaziergang hat man die Wahl zwischen mehreren Lokalen, die mit ihren schönen Terrassen um die Gunst der Gäste werben. Auf den Speisekarten findet sich meist deftige Hausmannskost, auf der Getränkekarte spielt natürlich das Kölsch eine wichtige Rolle.

Die Groov liegt zwar etwas außerhalb der Stadt in Porz, aber aufgrund der vielfältigen Freizeitmöglichkeiten lohnt sich der Ausflug auf jeden Fall. Von Jugendlichen, die nach der Schule entspannen, über Sportler auf Inline-Skates oder Fahrrädern und Familien mit Kindern bis hin zu Rentnern trifft man hier auf eine gemischte Gesellschaft.

Anfahrt

  • von Mai bis Oktober mit der Fähre von Rodenkirchen-Weiß: Montag bis Freitag, 11 bis 19 Uhr; Samstag/Sonntag/Feiertag, 10 bis 20 Uhr
  • KVB-Haltestelle: Zündorf
  • Marktstraße, 51143 Köln

Die Groov bei Google Maps

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