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Seen in der Vulkaneifel: 13 Maare in der Eifel und ihre Besonderheiten

Jungfernweiher imago Werner Otto

Boote schwimmen im Jungferweiher in der Eifel.

Foto:

imago / Werner Otto

Maare sind das Markenzeichen der Vulkaneifel. 75 Maare sind wissenschaftlich nachgewiesen und zwölf von ihnen bis heute ständig mit Wasser gefüllt. Die Maarseen sind als „Augen der Eifel“ bekannt, denn sie sind oft kreisrund, das Wasser leuchtet blau.

Es gibt wunderschöne Wanderungen oder auch kürzere Spaziergänge rund um einzelne Maare, aber auch Wanderwegnetze durch die Vulkaneifel, die einige Maare miteinander verbinden.

Jeder Maarsee hat seinen besonderen Reiz. So kann man in einigen größeren Seen, wie im Gemündener Maar, sogar schwimmen, an anderen kann man angeln oder seltene Vogelarten beobachten, wieder andere sind voller Legenden, Geheimnisse oder sogar Rekorde.

Im Folgenden lernen Sie 13 Maare besser kennen.

Wissenswertes rund um die Eifeler Maare finden Sie auch in dieser Broschüre.

Eichholzmaar

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Das Eichholz Maar

Foto:

Das Eichholzmaar liegt in der Vulkaneifel an der Landstraße zwischen Steffeln und Duppach. Perfekt zum Spazierengehen ist das Gelände rum um das wassergefüllte Maar, eines der kleineren in der Eifel. Zu Anfang des letzten Jahrhunderts wurde das Eichholzmaar trockengelegt, um Wiesenflächen zu erhalten. Von 2007 bis 2008 wurde eine Renaturierung durchgeführt und die Wasserfläche mit einer Größe von ca. 1,1 ha wiederhergestellt. Inzwischen hat sich das Maar zu einem Refugium für seltene Wasservögel und Reptilien entwickelt.

Rund 100 Meter oberhalb und 200 Meter unterhalb des Eichholzmaares gibt es jeweils im Bachtalbereich eine Mineralquelle. Besucher können von April bis Oktober an regelmäßigen Führungen des örtlichen Eifelvereins teilnehmen.
Lage: An der Landstraße zwischen Steffeln und Duppach.

Größe: etwa 1 Hektar, Durchmesser: ca. 120 Meter
Tiefe: maximale Tiefe 3 Meter
Alter: eventuell sogar älter als 100.000 Jahre.

Gemündener Maar

Gemündener Maar imago imagebroker

Das Gemündener Maar

Foto:

imago/imagebroker/Alexander Schnurer

Das Gemündener Maar ist das nördlichste der drei Dauner Maare, in unmittelbarer Nähe des Dauner Ortsteils Gemünden und ca. 1,5 km südlich von Daun in der Eifel. Für Wasserfreunde gibt es sogar ein Naturfreibad im Gemündener Maar.

Mit einer Fläche von rund 7,2 ha ist das 30.000 Jahre alte Maar das kleinste der drei Dauner Maare (dazu gehören Gemündener Maar, Weinfelder Maar, Schalkenmehrener Maar). Teile des Sees werden im Sommer als Freibad genutzt.

Bei der vulkanischen Dampfexplosion, die das Maar entstehen ließ, blieb nur ein schmaler Grat aus Schiefer, Grauwacke und Sandstein zwischen dem Maar und dem benachbarten Liesertal stehen. Auf einem Weg rund um das Maar kann man diese Steine um den See verteilt finden.

Größe: 7.2 Hektar, 325 Meter lang und 300 Meter breit
Tiefe: 38 Meter
Alter: 30.000 Jahre

Holzmaar

Holzmaar01 Eifel FotoSavinWiki

Holzmaar

Das Holzmaar liegt im Naturschutzgebiet, zwischen Gillenfeld und Eckfeld. Es ist von Wald umgeben und besitzt durch den Sammetbach einen Zu- und Ablauf. Im Holzmaar leben verschiedene Fischarten. Angler mit einem Angelschein dürfen vom Ufer aus fischen. Ein 4 km langer Rundweg führt um das Maar.

Größe: 6.8 Hektar, Umfang: 325 Meter
Tiefe: 21 Meter
Alter: 25.000 Jahre

Immerather Maar

Immerather_Maar Wiki dino1948

Immerather Maar

Wenige Minuten fußläufig des Ortes Immenrath, mitten in einem Naturschutzgebiet, liegt das fast kreisrunde Immerather Maar. Mit einer maximalen Tiefe von nur 2,80 m ist es das flachste Eifelmaar. Ein rund 5 km langer Maarwanderweg führt durch das Naturschutzgebiet. Ein Uferweg von rund 800 m Länge verläuft einmal um das gesamte Maar. In der Nähe des Maars gibt es auch einen Barfuß-Pfad und ein Labyrinth, Teil des „Parcours der Sinne“ in und um Immerath.

Größe: 6 Hektar, Umfang: 371 Meter
Tiefe: 1.5-1.9 Meter, maximal 2,80 Meter
Alter: möglicherweise rund 60.000 Jahre alt

Laacher See

Laacher See Langenfeld

Laacher See.

Foto:

imago/Westend61

Der Laacher See liegt in der Vordereifel, rund 8 km von Andernach entfernt. Er ist mit etwa drei Kilometern Länge und zwei Kilometern Breite ein großer Anziehungspunkt in der Eifel. Geologisch gesehen ist der Laacher See weder ein Maar noch ein Kratersee, sondern eine wassergefüllte Caldera – ein kreisrundes Becken, das durch das Absacken der Decke der entleerten Magmakammer unterhalb des Vulkans entstanden ist.

Im Laufe der Zeit kann sich ein solcher Kessel mit Wasser füllen. Der letzte Ausbruch des Vulkans, der diese Caldera schuf, fand um das Jahr 10.930 v. Chr. statt. Am Laacher See, am südöstlichen Ufer, lassen sich auch heute noch durch aufsteigendes Kohlenstoffdioxid leichte vulkanische Aktivitäten erkennen.

Rund um den See gibt es bewaldete Hänge und Felder. Er wird als Naherholungsgebiet zum Schwimmen, Segeln, Wandern und Campen genutzt. 1935 wurde der Laacher See, wegen seiner geologischen und morphologischen Beschaffenheit und als Lebensraum seltener Pflanzen- und Vogelarten, zum Naturschutzgebiet erklärt.

Größe: Umfang 7,3 km, 3 km Länge, 2 km Breite
Tiefe: 53 Meter
Alter: rund 13.000 Jahre

Meerfelder Maar

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Das Meerfelder Maar

Das Meerfelder Maar liegt in der Nähe der Stadt Manderscheid. Am südlichen Ufer des Sees liegt das Dorf Meerfeld. Das Ufer des Maars ist von vielen wasserliebenden Pflanzen besiedelt, wie Seerosen, Binsen, Schilf, Schierling und gelben Schwertlilien. Es gibt rund 15 Fischarten im See, es darf mit Angelschein geangelt werden. Auch Baden ist in markierten Bereichen gestattet.

Die höchste Kraterranderhebung liegt an der Nordseite, an der sich auch der Landesblick, ein 12 m hoher hölzerner Aussichtsturm befindet.

Größe: 125 Hektar, 780 Meter lang und 490 Meter breit
Tiefe: 18 Meter
Alter: rund 80.000 Jahre

Pulvermaar

Pulvermaar christine meyer

Das Pulvermaar südöstlich von Daun.

Foto:

Christine Meyer

Das Pulvermaar liegt südöstlich von Daun. Es gehört neben dem trockenen Strohner Märchen und dem Holzmaar zu den Gillenfelder Maaren. Seine Form ist fast kreisrund. Mit einer Wassertiefe von rund 72m ist es der tiefste Maarsee in der Vulkaneifel. Der See ist von Buchenwäldern umgeben und ein Wanderweg von 2,3km führt entlang des Ufers. Am Ostufer des Maars lädt ein Naturbad zum Baden ein. In der Nähe befindet sich der Campingplatz „Feriendorf Pulvermaar“.

Größe: 700 Meter Durchmesser
Tiefe:  72 Meter
Alter: ca. 23.000 Jahre

Schalkenmehrener Maar

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Schalkenmehrener Maar

Das Schalkenmehrener Maar liegt rund drei Kilometer südöstlich von Daun und gehört zu den drei Dauner Maaren (dazu gehören Gemündener Maar, Weinfelder Maar, Schalkenmehrener Maar). Es ist ein sogenanntes Doppelmaar und besteht aus dem westlichen Maarsee und dem Trockenmaar im Osten. Im Schalkenmehrerener Maar kann man schwimmen, bootfahren, surfen, angeln und im Winter je nach Witterung auch Schlittschuh laufen. Schöne Wanderungen führen rund um den See.

Größe: 500 bis 575 Meter Umfang
Tiefe: 21 Meter
Alter: rund 10.500 Jahre

Trautzberger Maar

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Felder rund um Strotzbüsch in der Eifel. Das Trautzberger Maar bei Strohn wurde vor Jahrzehnten trockengelegt.

Er ist der kleinste Vulkansee der Eifel: Das Trautzberger Maar bei Strohn wurde vor Jahrzehnten trockengelegt. Seit 2014 werden Arbeiten zur Wiedervernässung durchgeführt, und es ist heute wieder mit Wasser gefüllt. Das Maar ist Bestandteil des Naturschutzgebiets Wartgesberg.

Größe: 75 Meter Durchmesser
Alter: ca 20.000 Jahre, Glazialzeit

Sangweiher

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Naturschutzgebiet Sangweiher

Der Sangweiher liegt im gleichnamigen Naturschutzgebiet in der Nähe von Daun - zwischen Schalkenmehren und Udler - nahe dem Maare-Mosel-Radweg. Der Sangweiher ist ein altes Maar, das im 17. Jahrhundert mit Hilfe eines Dammes zum Fischweiher gemacht wurde. Der wiederum wurde im 19. Jahrhundert trockengelegt, um die Fläche landwirtschaftlich zu nutzen. In den 1980er Jahren wurde der alte Zustand wieder hergestellt. Das Naturschutzgebiet bietet Lebensraum für viele Vogelarten. Am Ufer stehen zwischen den Bäumen zwei Stationen zur Vogelbeobachtung.

Größe: 600 Meter lang und 500 Meter breit

Ulmener Maar / Jungferweiher

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Das Ulmener Maar

Das Ulmener Maar liegt in unmittelbarer Nähe zur Stadt Ulmen. Dieses Maar ist eines der jüngsten Eifelmaare. Um das Ulmener Maar ranken sich viele Geschichten und Sagen. Am südlichen Rand des Walls befinden sich die Ruinen einer Ritterburg aus dem 11. Jahrhundert. Es führen schöne Wanderwege und Naturlehrpfade durch den Wald und um das Maar.

Ein Stück nördlich des Ulmener Maars – durch die Autobahn getrennt – befindet sich der Jungferweiher, ein wieder geflutetes Trockenmaar. Heute befindet sich dort ein Vogelschutzgebiet.

Größe: 510 Meter lang und 350 Meter breit
Tiefe: 37 Meter
Alter: rund 10.900 Jahre

Weinfelder Maar

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Weinfelder Maar

Das Weinfelder Maar, auch Totenmaar genannt, liegt etwa zwei Kilometer von Daun entfernt und gehört zu den drei Dauner Maaren. Die Bezeichnung „Totenmaar“ stammt vom in unmittelbarer Nähe des Maars gelegenen Friedhof mit einer kleinen, teilweise bereits im 14. Jahrhundert erbauten Kapelle.

Es ist das tiefste Maar der drei Dauner Maare (Gemündener Maar, Weinfelder Maar, Schalkenmehrener Maar). Es gibt viele Sagen und Geschichten rund um das Totenmaar. Einer Legende zufolge soll hier einmal ein Schloss gestanden haben, in dem ein Graf lebte. Als dieser eines Tages von der Jagd zurückkehrte, war das Schloss mit allen Bewohnern im Erdboden versunken und hinterließ einen See, das Totenmaar. Schwimmen ist hier nicht erlaubt.

Größe: 525 Meter lang und 375 Meter breit,
Tiefe: 51 Meter
Alter: vor rund 10.500 Jahren entstanden

Windsborn Bergkrater See

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Windsborn Bergkratersee

Der Windsborn ist einer der seltenen echten Kraterseen nördlich der Alpen und gehört zur Mosenberg-Vulkangruppe. Er liegt in der südwestlichen Vulkaneifel, bei Bettenfeld in Rheinland-Pfalz. Der Windsborn ist kreisrund und komplett von einem 20 bis 30 m hohen Wall umgeben, der steil zum See abfällt. Der Wall rund um den See besteht aus rotbrauner Asche und Schlacke, die vor etwa 29.000 Jahren aus dem Vulkan ausgeworfen wurde. Der kleine Windsborn ist nur 1,70 m tief und besitzt keinen Zu- und Abfluss, wodurch das Wasser sehr nährstoffarm ist. Die Pflanzen des Sees, unter anderem Fieberklee und Sumpfblutauge, stehen unter Naturschutz.

Tiefe: 1,70  Meter
Alter: vor rund 29.000 Jahren entstanden


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