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Giordano: Großmoscheen sind Landnahme

Berlin - Der Schriftsteller Ralph Giordano hat den Bau vonGroßmoscheen scharf kritisiert. Es sei seltsam, wenn so getan werde,als sei es das selbstverständlichste von der Welt, dass hier inDeutschland Großmoscheen "wie Pilze aus dem Boden" schießen, sagteGiordano am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur.

Das müsse hinterfragt werden. Vor allem gehe es darum, wer dieKosten dafür übernehme. Die "wahren Bauherren" wie im Fall derzentralen Großmoschee in Köln "sind Diyanet, die Religionsbehörde inder Türkei. Und das bedeutet, dass die Türkei auf diese Weise hiermitregiert in unserem Land", sagte Giordano.

"Landnahme auf fremden Territorium"

So seien diese "Giga-Moscheen" ein Machtanspruch: "Es ist eineKriegserklärung, es ist eine Landnahme auf fremden Territorium."Giordano betonte, dass er sich nicht gegen alle Muslime wende,sondern gegen eine schleichende Islamisierung.

Für Giordano ist die Integration von Ausländern in Deutschlandgescheitert. "Wir müssen den harten Tatsachen ins Auge sehen", sagteer. Das bedeute, über etwas zu sprechen, was 25 Jahre nichtstattgefunden habe. Die Politiker hätten ein "schwerwiegendesinnenpolitisches Problem jahrzehntelang geschönt, verdrängt,geleugnet. Das hat den jetzigen Zustand mitbewirkt." (ddp)