Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Hintergrund: Tipps für Steckholzvermehrung

In der Vegetationsruhe, das heißt der laublosen Zeit, wird die Steckholzvermehrung, eine einfache Vermehrungsart, durchgeführt. Alle leicht bewurzelnden Laubgehölze können so vermehrt werden. Die neu gewonnenen Pflanzen gleichen der Mutterpflanze in allen Eigenschaften. Durch Steckholz werden viele der „groben Ziersträucher“ vermehrt: Hartriegel (Cornus), Deutzie, Forsythie, Liguster, Heckenkirsche (Lonicera), Pfeifenstrauch (Philadelphus), Johannisbeere (Ribes), Weide (Salix), Spierstrauch (Spiraea), Tamariske, Weigelie.

Ideales Vermehrungsmaterial sind gut ausgereifte mindestens bleistiftstarke einjährige Triebe, die ab Laubfall geschnitten werden können. Das Material sollte möglichst vor Einsetzen der ersten starken Fröste geschnitten werden. Die Bewurzelung ist dann gleichmäßiger.

Die Länge der einzelnen Steckhölzer ist abhängig von den Sorten typischen Internodienlängen (der Abstand von Knospe zu Knospe). Es sollten mindestens 2, besser 5 Knospen pro Steckholz vorhanden sein. Die Ruten können direkt auf Scherenlänge (15-20 cm) geschnitten und in die Erde gesteckt werden. Darauf achten, dass an der Basis direkt unter und am Ende ein Zentimeter über der Knospe geschnitten wird. An der Basis bilden sich bei einem scharfen Schnitt unter der Knospe am schnellsten Wurzeln.

Aufpassenbeim Schneiden: Alle Steckhölzer in die gleiche Richtung legen beim Schneiden. Sonst muss beim Stecken in die Erde nach oben und unten gesucht werden.

Der Boden, in den gesteckt werden soll, muss mindestens 30 Zentimeter tief gelockert sein. Humusreicher Boden ist ideal für die Bewurzelung. Die fertig geschnittenen Hölzer werden in einen mit einem Spaten gemachten Spalt gesteckt. Die Gefahr, dass die Hölzer abknicken, ist so geringer. Es wird so tief gesteckt, dass nur die obere Knospe aus der Erde schaut. Gut antreten und bei sehr trockenem Boden angießen. Wer keinen Platz im Garten hat kann auch in mit Substrat gefüllte Töpfe stecken. Bei Frost schützen, nicht austrockenenund nicht zu nass halten.