Bis Frechen: Ein Radschnellweg für Köln

Im Unterschied zum normalen Radweg (Bild) sollen Radautobahnen beleuchtet und zweispurig sein.
dpa
Düsseldorf -
Die Planungen für einen Radschnellweg zwischen Frechen und der Kölner Innenstadt werden konkreter: Der Entwurf für die rund acht Kilometer lange Strecke, auf der vor allem Pendler ohne Stau in die Stadt fahren sollen, zählt zu den fünf Sieger-Projekten, die vom Land gefördert werden.
Das NRW-Verkehrsministerium übernimmt zunächst den Großteil der Kosten für die Streckenplanung bis zur Baureife. In drei Jahren, so verkündete es Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) am Mittwoch, könnte das erste von fünf Projekten umgesetzt werden.
Hier sollen die Radschnellwege entstehen:
Die vollständig beleuchtete Strecke soll vom Frechener Bahnhof auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke, die parallel zur KVB-Linie 7 verläuft, bis zur Kölner Universität führen. Auf dem Weg liegen das Gewerbegebiet Marsdorf, das Rhein-Energie-Stadion und die Uniklinik.
Die Planer aus Köln und Frechen hoffen auf 2000 bis 6000 Radfahrer pro Tag und damit auf eine spürbare Entlastung der oft verstopften Dürener Straße. "Auf der Route sind täglich rund 3000 bis 5000 Autos unterwegs", sagt Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik in Köln.
Nur wenige Kreuzungen
Die Radstrecke soll nur an wenigen Stellen von Straßenkreuzungen und Ampeln unterbrochen werden und so besonders für Pendler attraktiv werden, die bisher mit dem Auto unterwegs sind. Als Vorbild dienen die gut ausgebauten holländischen Radwege. Für die Köln-Frechener Strecke, die außerhalb der beiden Städte neu gebaut werden muss, sind Kosten von rund 6,3 Millionen Euro veranschlagt. Wer die übernimmt, darauf wollte sich in Düsseldorf niemand festlegen. Der Verkehrsminister beließ es bei dem vagen Versprechen, man werde "einen Weg finden".
Bonn ging leer aus
Die Kölner Route ist die kürzeste unter den fünf Siegerprojekten, insgesamt sollen in NRW rund 150 Kilometer Schnellweg entstehen. Zu den weiteren Gewinnern zählen ein Projekt zwischen Aachen und dem holländischen Heerlen, ein Radweg von Neuss nach Monheim, eine Strecke zwischen Rhede und Velen und ein Projekt zwischen Bad Oeynhausen und Minden. Die Bewerbung für den Weg von Bornheim über Bonn nach Siegburg ging dagegen leer aus.