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Club Bahnhof Ehrenfeld: Mysteriöser Anrufer nach Räumung nicht auffindbar

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Polizisten durchsuchten den Club Bahnhof.

Foto:

Arton Krasniqi

Köln-Ehrenfeld -

Am Tag nach dem abgesagten Konzert des Rappers Capo im Club Bahnhof Ehrenfeld ermittelt die Polizei die Hintergründe. Nach wie vor ist unklar, ob zu irgendeinem Zeitpunkt am Donnerstagabend tatsächlich eine Gefahr bestand. Fest steht: Gegen 19 Uhr meldete sich eine Frau bei der Polizei und gab an, sie habe soeben auf der Straße in Ehrenfeld ein Telefonat mitbekommen.

Ein Mann in „Rapper-Kleidung“ und offenbar türkischer Abstammung habe laut in sein Handy gesprochen und unter anderem gesagt, dass „heute geschossen“ werde. Ein unmittelbarer Zusammenhang zu dem Club an der Bartholomäus-Schink-Straße habe sich aus dem Telefonat nicht ergeben, berichtete die Polizei.

Befragung auf der Wache

Die Zeugin und ihre Begleiterin wurden zur Kriminalwache nach Kalk gebracht, um sie ausführlich zu befragen. „Wir haben eins und eins zusammengezählt“, berichtete ein Ermittler.

Das Ergebnis: Weil der Mann in direkter Nähe zu dem Club telefonierte und weil dort um 20 Uhr das Konzert des deutsch-kurdischen Rappers Capo beginnen sollte, entschied sich die Polizei, den Veranstalter zu kontaktieren. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 180 Menschen im Gebäude.

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Die Polizei ließ den Club räumen.

Foto:

Arton Krasniqi

Man habe dem Betreiber angeboten, die Räume zu durchsuchen und anschließend bei verschärften Einlasskontrollen zu helfen, damit das Konzert später noch stattfinden könne. Aus Sicherheitsgründen sagte der Veranstalter jedoch komplett ab und sorgte laut Polizei „für eine reibungslose und ruhige Räumung“ des Clubs. „Die Kooperation mit dem Veranstalter lief sehr gut, er hat maßgeblich zur Beruhigung der Situation beigetragen“, sagte Polizeisprecher Thomas Held.

Drohungen im Internet

Auch im benachbarten Bahnbogen, im Club „Yuca“, fand ein Konzert statt – die Besucher mussten die Räume ebenfalls verlassen. Gefährliche Gegenstände fand die Polizei nicht. Gegen 23.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Im Internet sollen am selben Abend Drohungen aufgetaucht sein, in denen es angeblich sinngemäß hieß, man werde auch die nächsten Konzerte von Capo zu verhindern wissen. Die Einträge waren am Freitag nicht mehr auffindbar. Die Angaben der Zeuginnen bewerten die Ermittler als glaubhaft. Welche Absicht aber der Mann mit dem Handy verfolgte, bleibt unklar. Von ihm fehlt jede Spur. (ts)