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Bis der Neubau fertig ist: Kölns historisches Archiv muss schon wieder umziehen

Stadtarchiv Köln Dokument

Ein Restauratorin reinigt in Köln ein historisches Dokument aus dem eingestürzten Stadtarchiv.

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dpa

Köln -

Das Historische Archiv der Stadt Köln wird im Dezember in die Brabanter Straße im Belgischen Viertel umziehen. Das Gebäude befindet sich in fußläufiger Nähe zum Rudolfplatz und ist daher mit den Stadtbahnen der Linien 1, 7, 12 und 15 erreichbar. Der bisherige Standort am Heumarkt muss zum Jahresende aufgegeben werden, da der Mietvertrag mit der Handwerkskammer endet und das Haus saniert werden soll.

Zweites Ausweichsquartier seit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs

Das Archiv muss somit nach dem Einsturz des Stadtarchivs an der Severinstraße vor zehn Jahren zum zweiten Mal in ein Ausweichquartier umziehen. In dem Ladenlokal des Hauses an der Brabanter Straße werden Ausstellungsräume und ein Vortragsraum entstehen, im Obergeschoss kommt ein Lesesaal unter, der für die Öffentlichkeit geöffnet wird und über Arbeitsplätze verfügt.

In den übrigen Etagen werden Büros für die Mitarbeiter des Archivs eingerichtet. Das Stadtarchiv soll so lange in der Brabanter Straße bleiben, bis der Neubau des Stadtarchivs am Eifelwall fertiggebaut ist. Wann genau das sein wird, ist noch nicht sicher.

Das Gebäude, in dem auch das Magazin untergebracht sein wird, soll nach bisheriger Planung 2023 übergeben werden. Der Neubau droht teurer zu werden als die bisher veranschlagten 83,5 Millionen Euro – die Stadt hat das Ausmaß noch nicht ermittelt.

Das neue Ausweichquartier im Belgischen Viertel kann nach Angaben der Stadt aufgrund der Dauer des Mietvertrags auch dann weiterbenutzt werden, wenn das Archiv in den Neubau am Eifelwall umgezogen ist. Die städtische Gebäudewirtschaft sucht deshalb bereits jetzt nach einer neuen Nutzung für diesen Zeitraum. Der Verein der Freunde des Historischen Archivs hatte den erneuten Umzug in ein Zwischenquartier zunächst kritisiert und eine Demoralisierung der Mitarbeiter befürchtet.