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Kommentar zur Schulpolitik: Politik setzt falsche Prioritäten – es leiden die Eltern

Auch in der Gesamtschule Rodenkirchen läuft nicht alles, wie es soll. Sie ist neu – und schon zu klein

Auch in der Gesamtschule Rodenkirchen läuft nicht alles, wie es soll. Sie ist neu – und schon zu klein

Foto:

Max Grönert

Köln -

Die Notlage im Schulbereich ist kein typisches Kölner Problem. Alle wachsenden Kommunen fragen sich, wie man eine öffentliche Bauverwaltung so beschleunigen kann, dass sie irgendwie Schritt hält mit der Nachfrage.

Typisch Köln ist etwas anderes: Während die Politiker in anderen Kommunen ihren Fachverwaltungen vertrauen und deren Spielräume erweitern, herrscht in Köln nicht nur tiefes Misstrauen. Die ehrenamtliche Politik maßt sich sogar an, mit eigenwilligen Zahleninterpretationen die ideologiefreie Sacharbeit ihrer Verwaltung über den Haufen zu werfen.

Schulentwicklungsplan sorgt für Diskussionen

Die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans durch die Verwaltung mag an der einen oder anderen Stelle Anlass für Diskussionen geben. Das rechtfertigt aber kein rein parteipolitisches Agieren ohne einen fachlichen Austausch mit den Profis. Zu glauben, dass man in Koalitionsrunden in einem ehrenamtlichen Stadtrat mittels Tauschgeschäften anspruchsvolle Schulentwicklungsplanung machen kann, ist ein grober Fehler.

Ausbaden müssen es jene, die seit Jahren für die Versäumnisse der Stadt büßen müssen, wenn sie sich auf die Suche nach einer Schule für ihr Kind machen: Die Kölner Familien. Dass es an allen Ecken und Ende fehlt, daran ist die Verwaltung natürlich nicht unschuldig. Aber es ist auch die Folge von falschen Prioritätensetzungen durch die Politik. Die jüngsten Beschlüsse machen wenig Hoffnung, dass es in Zukunft besser laufen wird.