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Polizei-Bilanz nach Weiberfastnacht: Weniger Glasflaschen, kaum Wildpinkler

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Die Polizei hat eine erste positive Bilanz zu Weiberfastnacht gezogen.

Foto:

Thomas Banneyer

Köln -

Polizei, Stadt, Feuerwehr und Rettungsdienste haben am frühen Donnerstagabend ein ausgesprochen positives Fazit gezogen. Abschließende Zahlen liegen zwar erst am Freitag vor, aber die Tendenz ist eindeutig: Wohl selten hat Köln einen so friedlichen Auftakt des Straßenkarnevals erlebt.

Fokus auf Wildpinkler

Nach den Exzessen am 11.11. waren die Behörden diesmal auf alles vorbereitet. Seit dem frühen Morgen waren Ordnungsamt, Polizei und externe Sicherheitsfirmen mit hunderten Einsatzkräften unterwegs – größere Randale blieben aus. Allein die Stadt hatte 700 mobile Toiletten in der Innenstadt aufgestellt, fast zehnmal so viele wie im Vorjahr, Kneipenwirte steuerten weitere Toiletten bei – offenbar mit Erfolg.

Bis 15 Uhr hatten Polizei und Ordnungsdienst 33 Wildpinkler erwischt. Voriges Jahr sprach allein der Ordnungsdienst zum selben Zeitpunkt bereits 91 Verwarnungen aus. Aber nicht nur bei den Sicherheitskräften hatten Wildpinkler einen schweren Stand: In einer Seitenstraße der Zülpicher urinierte am Mittag ein Mann gegen einen Baum. Von einem Partygast auf einem darüber liegenden Balkon bekam er prompt eine Bierdusche verpasst und klare Worte mit auf den Weg: „Pinkel zu Hause, du Ferkel.“

Bühne entzerrt Zülpicher Straße

Auch der Plan der Stadt, durch eine neue Bühne mit Programmangebot die Massen auf der Zülpicher Straße zu entzerren, ist offenbar aufgegangen. Der Platz an der Unimensa war spätestens gegen Mittag gut gefüllt, die Stimmung friedlich und ausgelassen.

Die neue Bühne an der Unimensa hat sich bewährt.

Die neue Bühne an der Unimensa hat sich bewährt.

Foto:

Krasniqi

„Es ist deutlich entspannter als in den Vorjahren“, sagte eine Stadtsprecherin. Anders als üblich musste die Zülpicher dieses Mal nicht wegen Überfüllung gesperrt werden. Nach Angaben der Stadt ist zudem ein „deutlicher Trend“ zu immer weniger Glasflaschen erkennbar.

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Ordnungskräfte und Zäune leiteten die Jecken.

Foto:

Arton Krasniqi

Auch eine weitere Neuerung scheint sich bewährt zu haben: Um zu verhindern, dass Menschen zwischen Zülpicher Platz und Barbarossaplatz beim Queren der Ringe über die Gleise laufen, hatte die KVB entlang der Trasse Zäune mit Sichtschutz aufgestellt, die Bahnen konnten ungehindert fahren.

Am Tanzbrunnen zogen Feuerwehrmänner am Nachmittag einen als Bären verkleideten Jugendlichen aus dem Rhein. Ein Sprecher: „Wir haben verhindert, dass ein Eisbär aus ihm wurde.“


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