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Marode, stillgelegt, defekt: KVB will 39 Rolltreppen in Köln reparieren

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Eine kaputte Rolltreppe in Köln

Foto:

Arton Krasniqi

Köln -

Die Rolltreppe, die vom Bahnsteig der U-Bahnhaltestelle Reichenspergerplatz auf die Zwischenebene führt, ist fast 50 Jahre alt. Auch die übrigen Anlagen in der Innenstadt und Ehrenfeld haben bereits mehrere Jahrzehnte ihren Dienst geleistet. Angesichts dieser teils enormen Zeitspannen kann es nicht verwundern, dass die KVB-Kunden regelmäßig vor defekten Fahrtreppen stehen. Insbesondere ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern stellt das vor Probleme. Um die Situation zu verbessern, will das Unternehmen von 2019 bis 2022 insgesamt 39 Rolltreppen in den U-Bahnhaltestellen modernisieren. Das soll insgesamt 15 Millionen Euro kosten, von denen der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) 12,7 Millionen Euro übernimmt.

Die KVB lässt die Fahrtreppen an den zwölf Haltestellen Appellhofplatz, Dom/Hauptbahnhof, Friesenplatz, Heumarkt, Reichenspergerplatz, Rudolfplatz, Akazienweg, Äußere Kanalstraße, Körnerstraße, Leyendeckerstraße, Piusstraße und Venloer Straße/Gürtel erneuern. Diese Anlagen sind zwischen 19 und 48 Jahren in Betrieb.

„Alle im Rahmen der Fördermaßnahme enthaltenen Fahrtreppen entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik“, sagte NVR-Geschäftsführer Norbert Reinkober am Dienstag. Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen sei aufgrund des Alters und der zum Teil langjährigen Witterungseinflüsse nur noch schwer zu gewährleisten. „Das ist gut investiertes Geld insbesondere für unsere mobilitätseingeschränkten Fahrgäste“, so Reinkober.

Auch KVB-Chef Jürgen Fenske hob den in Zukunft verbesserten Zugang zu den U-Bahn-Stationen insbesondere für Senioren und Fahrgäste mit einem Handicap hervor. „Mit diesem Erneuerungsprogramm und der Förderung durch den NVR wollen wir die Rolltreppen für die nächsten Jahre wieder fit machen.“ Das Programm und die Förderung würden dabei helfen, die Erneuerung der Fahrtreppen zügig voranzutreiben und würden somit wesentlich zu einem zuverlässigeren Mobilitätsangebot beitragen, sagte Verkehrsdezernentin Andrea Blome.

Die neuen Rolltreppen sollen seltener ausfallen und sicherer sein als die Vorgängermodelle. So verfügen sie über gelb markierte Hinter- und Seitenkanten, einen sanften Anlauf und drei ebene Stufen, die das Betreten erleichtern. Wie schon bei anderen Fahrtreppen im U-Bahn-Bereich können die neuen Anlagen wechselweise in beiden Richtungen benutzt werden. Aufgrund einer höheren Energieeffizienz soll die Umweltbelastung geringer als bisher ausfallen.

Die Vergabe an ein Fachunternehmen ist für Anfang 2019 geplant, der Einbau soll bereits Mitte des kommenden Jahres beginnen. Die KVB will bis 2022 jedes Jahr neun bis zehn Fahrtreppen austauschen und das Programm auf diese Weise nach und nach umsetzen.