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Traditionsreicher Kölner Musikalienhändler: Musikhaus Tonger insolvent

Musikhaus_Tonger_Geschäftsführer_Thomas_Giehl

Der Geschäftsführer des Musikhaus Tonger, Thomas Giehl, im Geschäft an der Zeughausstraße

Foto:

Peter Rakoczy

Köln -

Der traditionsreiche Kölner Musikalienhändler Tonger ist insolvent. Das teilte das Unternehmen am Mittwochabend auf seiner Facebook-Seite mit.

Das Unternehmen habe am 28. Dezember 2018 Insolvenzantrag gestellt und schließe Ende Februar, heißt es in der Mitteilung. Für das Scheitern des Unternehmens gebe es viele Gründe, ist dort weiter zu lesen: „Angefangen bei eigenen Fehlern, über Musiklehrer, die Ihren Schülern empfehlen bei Amazon zu kaufen, bis hin zu billiger und qualitativ schlechter Ware aus Fernost, die den Markt flutet.“

Falls das Musikhaus Tonger tatsächlich vom Markt verschwindet, ginge damit die Firmengeschichte eines der ältesten Kölner Unternehmen zu Ende. Gegründet wurde es vor 197 Jahren von Augustin Josef Tonger, der in seinem Antiquitätengeschäft zusätzlich eine Noten- und Buchhandlung unterbrachte. Das Geschäft lag direkt gegenüber vom Dom, in der Straße Am Hof.

Im Jahr 2014 musste Tonger bereits schon einmal Insolvenz anmelden. Damals übernahm Geschäftsführer Thomas Giehl die Geschicke des Unternehmens. 2017 musste er jedoch bereits die große Filiale des Musikhauses in der Bonner Fußgängerzone schließen.

Die letzte Hoffnung auf eine Weiterführung des Instrumenten- und Notenhändlers hat die Unternehmensführung aber offenbar noch nicht aufgegeben. In dem Facebook-Post heißt es, es bestehe die Möglichkeit auf eine Nachfolge, sicher sei das jedoch nicht. (ps)