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lit.Cologne 2018: Elf Tipps für das Kölner Kultur-Festival

Konzertsaal Philharmonie

Der Konzertsaal der Kölner Philharmonie

Foto:

dpa

Köln -

Wir präsentieren elf Tipps, was reizvoll sein könnte. Doch klar ist: Da gibt es noch viele Veranstaltungen mehr – und das auch im Kinderprogramm.

Domlesung mit Klaus Maria Brandauer

Es ist die größte Veranstaltung des Festivals – jedenfalls wird es keine Lesung geben, die mehr Besucher hat. Aber auch inhaltlich ist dies ein Höhepunkt, für den es die Freikarten über den „Kölner Stadt-Anzeiger“ geben wird. Am 7. März widmet sich Klaus Maria Brandauer dem Kapitel „Der Großinquisitor“ aus Fjodor M. Dostojewskis Roman „Die Brüder Karamasow“.

In der vom Autor als „Phantasie“ bezeichneten Erzählung kommt Christus im spanischen Sevilla des 16. Jahrhunderts ein zweites Mal zur Welt und nimmt sein Heilswerk auf Erden wieder auf – und der Großinquisitor lässt ihn umgehend einkerkern. Beginn wird um 20 Uhr sein. Es begrüßt dann Dompropst Gerd Bachner. Konzeption und Einführung: Joachim Frank, Chefkorrespondent „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Die Freikarten gibt es am Samstag, den 9. Dezember 2017, ab 10 Uhr im Servicecenter der Zeitungsgruppe Köln, Breite Straße 72. Pro Person werden maximal vier Karten abgegeben. All das so lange der Vorrat reicht. 

 Axel Hacke

Der Autor widmet sich seit langem den großen und kleinen Fragen unseres Alltags. Er tut dies mit der Lizenz zur Heiterkeit. Im WDR-Funkhaus allerdings widmet er sich am 8. März durchaus Themen, bei denen einem das Lachen vergehen kann. Das Gespräch mit Boris Palmer, Tübingens grünem Bürgermeister, dreht sich um die Grenzen der Belastbarkeit und den Umgang mit der AfD. Moderation: Jürgen Wiebicke.

Gegen den Reisewahn

Cordula Stratmann und Bjarne Mädel („Mord mit Aussicht“) feiern das produktive Zuhausebleiben. Von wegen: Reisen! Von wegen: Heute hier und morgen dort! Man kann auch auf dem Sofa sitzen bleiben. Die Zeit verkürzt sich das Duo mit Texten von Reisegegnern und Reisezweiflern wie Thomas Mann, Kurt Tucholsky, Susan Sontag oder David Foster Wallace. Zu erleben am 9. März in der schönen Kölner Flora.

Peter Maffay

Der Musiker („Über sieben Brücken musst du gehen“) schildert, wie er findet, was er singt und spielt. Ein Auftritt für Fans in der Reihe „lyrics“ am 11. März. Gesprächspartner ist Jochen Rausch. 

Felicitas Hoppe

Die Büchnerpreisträgerin wird im Programm sehr zu Recht als „literarischer Wirbelwind“ aufgeführt. In der Lanxess-Hauptverwaltung stellt Hoppe am 11. März ihr neues Buch vor, in dem sie ihre Reiseerfahrungen in den USA schildert. Das kann, nein, das wird , wetten wir, was Schönes werden. Es moderiert Andreas Platthaus in der 19. Etage. 

Joschka Fischer

Der ehemalige Außenminister liefert in seinem neuen Buch „Der Abstieg des Westens“ eine Analyse zum Ende der westlichen Dominanz. Über die neue Weltordnung, die er da auf uns zukommen sieht, spricht er am 12. März im WDR-Funkhaus mit Joachim Frank vom „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Ist das komisch?
Vieles spricht für kurzweilige Unterhaltung, wenn Iris Berben und Anke Engelke vorlesen, was die Literatur an amüsanten Szenen zu bieten hat. Aber wer lacht an welcher Stelle? Und wer schüttelt verwundert den Kopf? Fallbeispiele liefern am 13. März in der Mülheimer Stadthalle Texte von Aristoteles bis Kurt Schwitters, von „Der Name der Rose“ bis zum – wie es heißt – Herrenjux im Karneval.

Wim Wenders

Ein besonders verlockender Auftritt: Wim Wenders, deutscher Filmregisseur von Weltrang, spricht über seine Leseerfahrungen. Der Schöpfer von „Alice in den Städten“, „Paris, Texas“, „Der Himmel über Berlin“ oder „Pina“ hat zahlreiche Preise gewonnen. In der Flora gibt er am 13. März Auskunft darüber, was das alles mit seiner Lektüre zu tun hat oder haben könnte.

 Ferdinand von Schirach

Der Jurist erzählt weiter. Ferdinand von Schirach schildert in den Fällen seines neuen Buches „Strafe“, das eine Fortführung der Bände „Verbrechen“ und „Schuld“ ist, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden. Im Theater im Tanzbrunnen moderiert Katty Salié am 15. März.

All die schönen Nasen

Es geht um Riesenzinken und Knollennasen. Was sagen sie über uns aus? Sagen sie überhaupt etwas? Und wenn ja: wieviel? Ein heiterer Abend soll es werden mit Texten von Gogol, Lessing, Vargas Llosa, Ringelnatz und Süskind. Pinocchio kommt auch drin vor. Es referieren Esther Schweins, Richy Müller und Michael Kessler. Am 17. März im Tanzbrunnen.

Frank Schätzing

Einen Nachzügler, der erst Wochen nach dem offiziellem Festival-Abschluss auftritt, gibt es auch noch: Frank Schätzing stellt am 23. April im Musical Dome seinen neuen Roman vor. Dass er nicht schon im März dabei ist, liegt daran, dass das Werk noch der Vollendung harrt. Bis April soll es so weit sein.


Das Festival in Kürze

Die 18. lit.Cologne findet vom 6. bis 17. März 2018 statt. Der Vorverkauf startet am 6. Dezember 2017 (Mittwoch) um 10 Uhr. Die Freikarten für die Domlesung gibt es am 9. Dezember 2017 ab 10 Uhr Samstag im Servicecenter der Zeitungsgruppe Köln, Breite Straße 72. Pro Person werden maximal zwei Karten abgegeben. All das so lange der Vorrat reicht. 

191 Veranstaltungen insgesamt bietet das Festival, davon 92 im Rahmen des Kinderprogramms lit.kid.Cologne. Die Zahl der deutschsprachigen Autoren (dazu gehören auch Schweizer und Österreicher) beläuft sich auf 116. Weitere 56 internationale Autoren kommen hinzu. Insgesamt sind 24 Länder vertreten. All das findet in 31 Spielstätten statt. Von diesen sind baulich vollständig barrierefrei fünf Orte. Auch im kommenden Jahr gibt es zahlreiche Veranstaltungen mit Gebärdendolmetschern (nämlich 36) und solche mit Schriftdolmetschung (28).