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Comedian: Oliver Kalkofe sauer über Kommentare zu Küblböcks Verschwinden

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Oliver Kalkofe

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Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Köln -

Nach dem tragischen Verschwinden von Daniel Küblböck (33) melden sich jetzt auch immer mehr Prominente zu Wort. Einer von ihnen: Der Schauspieler, Comedian und Moderator Oliver Kalkofe (52).

Kalkofe belässt es aber auf Facebook nicht bei einer kurzen mehr oder minder emphatischen Trauer- und Beileidsbekundung.

Nein, er geht ausführlich darauf ein, dass er selbst Küblböcks Aktivitäten durch den Kakao gezogen hat. Und als er auf viele aus seiner Sicht völlig unangemessene Kommentare in den sozialen Medien nach dem Verschwinden Küblböcks am 9. September zu sprechen kommt, wird Kalkofe richtig wütend.

„Ich habe mich nicht früher geäußert, weil ich keinen falschen Spekulationen Vorschub leisten wollte, aber jetzt scheint es ja doch traurige Tatsache zu sein, dass Daniel Küblböck auf der Aida Suizid begangen hat...“, fängt er an.

Und  weiter: „Na und? Ja, ich habe auch sehr oft über ihn gespottet und Witze gemacht, sowohl in der Mattscheibe wie auch bei SchleFaZ. Jedoch nicht über ihn als Person, sondern nur über seine Aktionen und Auftritte – wo er natürlich auch bewusst zu solchen Reaktionen provozierte“, erklärt er.

SchleFaZ ist Kalkofes TV-Format „Die schlechtesten Filme aller Zeiten”. Kalkofe macht sehr deutlich, dass es ein großer Unterschied ist, sich über einen Menschen an sich lustig zu machen oder sich satirisch-kritisch mit seiner Arbeit auseinanderzusetzen. 

„Er gehörte zu den Menschen, die bunt und anders sind, die ihr Publikum begeistern und auch nerven können", erinnert sich Kalkofe. „Doch wo wären wir ohne genau diese seltsamen und verrückten Figuren, die uns zumindest Emotionen schenken statt immer gleicher Langeweile?"

Am Ende spricht er noch einmal die dümmlichen Kommentare an und sagt:

Doch egal, ob man jemanden mochte oder nicht und ob man ihn zu Lebzeiten ernst nahm oder nicht – nach dem Tode dümmlich ausgelacht zu werden, vor allem wenn man gerade an diesem Umgang mit der eigenen Person gescheitert ist und deshalb das Leben aus Verzweiflung beendet hat, hat niemand verdient.

Daniel Küblböck wird immer noch vermisst. Die Suche nach ihm wurde allerdings eingestellt, weil es nach Angaben des Anbieters Aida Cruises sehr unwahrscheinlich ist, bei 10,5 Grad Wassertemperatur länger als wenige Stunden zu überleben.