Heinrich Philipp Becker: Das sagt der Gaffel-Chef zu 2G-Regeln in Brauhäusern
Die Corona-Krise hat Gaffel wie anderen Kölner Brauern schwer zugesetzt, erzählt Gaffel-Chef Heinrich Philipp Becker in „ekonomy mit K“, dem Wirtschafts-Podcast des Kölner Stadt-Anzeiger.
Mittlerweile haben die Brauhäuser und belieferten Gaststätten wieder geöffnet. Und bevor die wieder drohen geschlossen zu werden, kann sich Becker vorstellen, die „2G-Regeln“ einzuführen – also nur Geimpfte und Genesene in die eigenen Lokale wie das „Gaffel am Dom“ zu lassen.
„Bevor das Gaffel am Dom und alle unsere Gastronomien, mit denen wir zusammenarbeiten, geschlossen werden müssen, würden wir als Unternehmen das auch machen“, sagt Becker im Gespräch.

Im Juni 2020: Gaffel-Chef Heinrich Philipp Becker (l.) mit FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle.
Peter Rakoczy
Eine Sache ist bei Gaffel wie der Konkurrenz von Früh oder Reissdorf gleich: „Kölsch, das ist unser Kernprodukt“, sagt Becker. Wie Legosteine bilde es das Fundament. Doch darauf platziere er immer wieder kleinere andere Bausteine – mehr als die anderen Kölner Konkurrenten.
Vor mehr als zehn Jahren gelang die Etablierung von Fassbrause im Markt, die von vielen Brauereien nachempfunden wurde. Zuletzt ist Gaffel Wieß auf den Markt gekommen. „Wir sind erfolgreich damit, neue Produkte in den Markt zu bringen“, sagt Becker.
In Köln-Porz hat er drei ehemalige Standorte zu einem zusammengefasst und in eine eigene Fass-, Dosen- und Flaschenabfüllung investiert. Wurde früher Gaffel in andere Städte gefahren, um abgefüllt zu werden, geschieht dies mittlerweile auch in Köln. „98 Prozent füllen wir selber ab“, sagt Becker.