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Zum Abgucken: Sechs Dinge, die erfolgreiche Menschen als Erstes im Büro erledigen

Hände auf einer Camputertastatur

Wer den Tag organisiert angeht, arbeitet erfolgreicher. 

Foto:

Daniel Naupold/dpa

Köln -

Wie wir am Morgen in den Tag starten, beeinflusst unsere Laune und diese wiederum unseren Arbeitstag. Wenn früh morgens schon alles schief läuft, geht oft auch gleich die gesamte Motivation für die Tagesaufgaben flöten. Deshalb ist es wichtig, den Tag organisiert heranzugehen – und in den ersten zehn Minuten im Büro den Grundstein für einen erfolgreichen Arbeitstag zu legen.

Das weiß auch Tom Diesbrock, Psychologe und Autor aus Hamburg. Der Coach betont in seinem Buch „Hören Sie auf, sich im Weg zu stehen – mentales Selbstmanagement in Alltag und Job“, dass jeder selbst dafür verantwortlich ist, ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen, das für ihn oder sie funktioniert und Erfolg bringt: „Wenn ich nicht für mich sorge, wird es wahrscheinlich kein anderer tun. Wenn ich mich nicht behaupte, werden andere ihren Kopf durchsetzen. Und wenn ich mich nicht zeige, wird man mich übersehen.“ 

Diese sechs einfachen Tipps zeigen, was wir in den ersten zehn Minuten im Büro erledigen sollten, damit wir produktiver und in Folge auch erfolgreicher sind – den ganzen Tag lang.

Pünktlich da sein

Erfolgreiche Menschen hasten nicht ins Büro und sie sprinten auch nicht auf den letzten Metern an den Kollegen vorbei. Erfolgreiche Menschen starten pünktlich in den Arbeitstag. Stress ist Gift für eine positive Arbeitsatmosphäre – und kann sich negativ auf den restlichen Tag auswirken. 

Karriere-Coach Diesbrock: „Am besten, Sie sind sogar schon zehn Minuten früher im Büro, um den Tag zu durchdenken und zu planen –so haben Sie von Beginn an mental das Steuer in der Hand. Wer in den Tag hetzt, erschwert sich das Selbstmanagement.“

Die Kollegen begrüßen

Eine freundliche Begrüßung schafft Vertrauen und macht allen gute Laune. Dabei sollte man nicht den Augenkontakt vergessen. Grüßen am Morgen wirkt sich positiv auf das Arbeitsumfeld aus, man fühlt sich willkommen und wohl – und arbeitet effizienter. Besonders wichtig ist es für Führungskräfte, ihr Team zu begrüßen.

Karriere-Coach Diesbrock: „Das zahlt sich auch im Hinblick auf die Karriere aus: Wer – nicht nur morgens – aktiv auf andere zugeht, wird eher einbezogen und als kompetent wahrgenommen. Sichtbarkeit ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Warten und hoffen Sie nicht, dass andere auf Sie aufmerksam werden.“

Ordnung halten

Ordnung ist das halbe Leben – das gilt auch für den Arbeitsplatz. Notizen zu abgeschlossenen Projekten gehören in die Unterlagen oder weggeheftet. Bleiben darf: Alles, was wir an diesem Tag brauchen. Stift, Block und relevante Unterlagen – in Reichweite platziert. Menschen, die an einem aufgeräumten Arbeitsplatz sitzen, sind weniger abgelenkt und können sich ganz auf ihre Aufgaben konzentrieren. E-Mails checken, Fragen von Kollegen beantworten, ans Telefon gehen: Im Job lauern überall Ablenkungen. Die Kunst, in wenig Arbeitszeit viel zu schaffen, liegt deshalb in der Fokussierung.

Diesbrock_Porträt

Tom Diesbrock

Foto:

Baudisch

Der Profi-Tipp von Tom Diesbrock: „Räumen Sie abends auf, sodass Sie morgens ein möglichst leerer Schreibtisch begrüßt und das Ankommen schöner macht.“

Prioritäten setzen

Bevor man wild drauf losarbeitet, sollte man sich genau überlegen: Welche Aufgaben sind heute wirklich wichtig – und welche kann ich auch später angehen? Machen Sie sich eine To-Do-Liste und setzen Sie Prioritäten. Was muss als erstes erledigt werden, was hat Zeit? Wer seine Aufgaben so ordnet, kann gezielt und konsequent durch den Tag gehen und alle wichtigen Aufgaben abarbeiten. Ist etwas erledigt oder ein Projekt abgeschlossen, fühlt sich das nicht nur gut an, es gibt auch Auftrieb, kommende Aufgaben und Herausforderungen anzunehmen. Ebenfalls wichtig: Sich in den ersten zehn Minuten im Büro die Zeit nehmen, neue E-Mails in Ruhe zu lesen.

Karriere-Experte Diesbrock: „Entscheiden Sie am besten für alle größeren Aufgaben auch, wann Sie sie erledigen wollen. Fassen Sie kleine To-Dos zusammen und planen dafür ebenfalls eine feste Zeit ein. Vergessen Sie aber nicht, sich auch Zeiten für Ungeplantes zu lassen.“

Den Erfolg visualisieren

Auf die Kraft positiver Gedanken weisen Psychologen immer wieder hin. Auch im Berufsleben ist positives Denken das A und O. Machen auch Sie sich diese Kraft zu Eigen: Stellen sie sich morgens vor, was Sie am Ende des Arbeitstages erledigt haben möchten und stellen Sie sich vor, wie die Aufgaben gelingen werden. Wichtig ist, sich nicht die Frage zu stellen, ob man das Ziel erreichen kann, sondern wie man es schaffen kann.

Karriere-Experte Diesbrock: „Haben Sie dabei auch Ziele im Blick, die über den Tag hinausweisen. Machen Sie sich bewusst, was Sie in dieser Woche und in diesem Monat erreichen wollen. Und ganz wichtig: Ein guter Selbst-Manager visualisiert im Kopf und auf Papier!“

Störfaktoren minimieren

In jedem Büro gibt es Störfaktoren: Anrufe mit niedriger Priorität, unnötige Meetings, gesprächige Kollegen, frisch eingehende E-Mails oder SMS und soziale Medien. Diese gilt es abzustellen. Dabei sollte man sich bewusst machen: Je unangenehmer und komplizierter eine Aufgabe ist, umso größer ist die Gefahr, dass man sich mit selbst gemachten Störfaktoren von der Arbeit ablenken lässt. Dadurch gerät man in Stress und kann die Aufgabe weniger zufriedenstellend erledigen. Daher: Erfolgreiche Menschen konzentrieren sich und minimieren die potenziellen Ablenkungen.

Karriere-Experte Diesbrock: „Seien Sie dabei nicht zimperlich: Man darf ein „Nicht stören!“-Schild an die Tür hängen, einen Kollegen auf später verweisen, den Anrufbeantworter ein- und den automatischen E-Mail-Empfang ausschalten.“