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Nasa-Forscher empfehlen: Diese Zimmerpflanzen verbessern unseren Schlaf

Zimmerpflanze

Viele Faktoren beeinflussen, wie gut wir schlafen. Zimmerpflanzen sind nur einer davon.

Foto:

imago/MITO

Stress und Sorgen lassen die Deutschen oft schlecht schlafen. Seit 2010 sind Schlafstörungen bei Berufstätigen zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent angestiegen, so der Gesundheitsreport 2017 der DAK. Unter besonders schweren Schlafstörungen leide jeder zehnte Arbeitnehmer – ein Anstieg von 60 Prozent seit 2010.

Auch die Schlafumgebung spielt eine Rolle dabei, wie gut wir schlafen. Fühlen wir uns wohl im Schlafzimmer, wie warm oder kalt ist es dort? Ein anderer wichtiger Faktor sind Zimmerpflanzen, die den Raum optisch aufwerten, aber auch eine praktische Aufgabe übernehmen: Sie verbessern das Raumklima – und unser Wohlbefinden gleich mit. Denn: Zimmerpflanzen schaffen eine natürliche Atmosphäre, filtern Schadstoffe aus der Luft, spenden Sauerstoff und befeuchten die Luft.

Chemikalien werden aus der Luft gefiltert

Das bestätigen auch Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa. In der 1989 veröffentlichten „Clean Air Study“ wollten sie eigentlich untersuchen, wie sie das Klima in engen Raumstationen im Weltall verbessern können. Dabei fanden sie heraus, dass Pflanzen nicht nur Sauerstoff produzieren und Kohlenstoffdioxid umwandeln können, sondern auch die Konzentration von Formaldehyd, Benzol, Xylol, Trichlorethylen und anderen Schadgasen in geschlossenen Räumen verringern.

Diese Pflanzen sind besonders gut für die Gesundheit

Eine Liste, der Pflanzen, die dafür in Frage kommen, hat die Nasa veröffentlicht.  Viele Pflanzen, die sich auf der Liste finden, sind auch in Deutschland beliebte Zimmerpflanzen, hier eine kleine Auswahl:

Die Grünlilie (Chlorophytum elatum)

Grünlilie

Die Grünlilie gilt als guter Schadstofftilger.

Foto:

dpa-tmn

Gemeiner Efeu (Hedera helix)

Efeu

Gemeiner Efeu verträgt geheizte Räume nicht so gut, lieber in den Flur als ins Wohnzimmer stellen. 

Foto:

imago/blickwinkel

Birkenfeige (Ficus benjamina)

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Die Birkenfeige ist schwach giftig, die Blätter sollten nicht verzehrt werden. 

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Blumenbüro Holland/Blumenbüro/obs

Efeutute (Epipremnum aureum)

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Die meisten Zimmerpflanzen bevorzugen einen sonnigen Platz. Eine Ausnahme bildet die Efeutute. Diese robuste Pflanze ist in Bezug auf ihren Standort weniger anspruchsvoll.

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dpa-tmn


Gummibaum (Ficus elastica)

Gummibaum

Tierliebhaber aufgepasst: Die Blätter des Gummibaums sind giftig für Katzen. 

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imago/Leemage

Forscher empfehlen eine Pflanze pro neun Quadratmeter

Wer jetzt denkt, sein Zuhause sei bestimmt schadstofffrei, sollte sich eines Besseren belehren lassen: Durch Plastikverpackungen, Wandfarben, Waschmittel, Kleber und andere Alltagsgegenstände gelangen die Chemikalien oft unbemerkt in den Haushalt. Beim Menschen können diese Stoffe zu Beschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen, Herzrasen auslösen und die Atemwege reizen. 

Also empfehlen die Nasa-Forscher: Pro neun Quadratmeter Zimmer mindestens eine Zimmerpflanze aufstellen. Bei einem 20 Quadratmeter großen Raum sollten also mindestens zwei Pflanzen stehen. Außerdem gilt: Je größer die Pflanze, desto größer auch der Gesundheits-Effekt.

Filtereffekt im Alltag nicht überschätzen

„Allerdings kann man die vorhandenen Studien nicht eins zu eins auf Wohnräume übertragen, weil die Standortbedingungen, das Substrat, die Pflege und so weiter nie völlig übereinstimmen werden“, sagt Tomas Kilousek von der Verbraucher Initiative. So befanden sich die Pflanzen der NASA-Studie in einer dicht verschlossenen Kammer. Auch Christian Engelke vom Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur warnt davor, die Filterwirkung zu überschätzen. „Wir dürfen den Leuten nicht versprechen, dass durch ihre Zimmerpflanzen die Raumluft in messbarem Maße weniger Schadstoffe enthält als ohne Zimmerpflanzen.“ (sar mit dpa)