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A1-Bauarbeiten in Leverkusen: Bayer verdient prächtig am Abbau eigener Altlasten

In Currentas Sondermüllofen wird hochbelastetes Erdreich vom Autobahnbau verbrannt – auf Kosten des Steuerzahlers.

In Currentas Sondermüllofen wird hochbelastetes Erdreich vom Autobahnbau verbrannt – auf Kosten des Steuerzahlers.

Foto:

Britta Berg

Leverkusen -

Es ist so gekommen, wie viele es vorausgesagt hatten: Bayer macht aus dem Abbau eigener Altlasten ein einträgliches Geschäft. Denn es ist die 60-Prozent-Tochter Currenta, die sich um die Entsorgung von vielen tausend Tonnen Erdreich kümmern wird, die wegen des Ausbaus der Autobahn abgebaggert werden müssen.

Die Bayer-Tochter hatte sich an der europaweiten Ausschreibung des Entsorgungsloses beteiligt. „Von den fünf Angeboten war das von Currenta am günstigsten“, sagte Thomas Ganz dem „Leverkusener Anzeiger“.

Der Regionalleiter von Straßen NRW skizzierte am Dienstag den weiteren Fortgang des Projekts Rheinbrücke. Ein Grund für das gute Angebot lässt sich leicht erraten: Die Transportkosten dürften angesichts der sehr kurzen Entfernung von der Autobahnbaustelle zu Deponie und Müllofen von Currenta kaum ins Gewicht fallen.

Bayer hatte im Zuge seiner Aufspaltung vor 15 Jahren unter anderem sämtliche Entsorgungseinrichtungen, die zum Werk gehören, bei Currenta einsortiert. Also auch die noch bestehende und weiter betriebene Sondermülldeponie in der nördlichen Dhünnaue sowie die Verbrennungsanlage für hochgiftige Abfälle.

Müllofen genießt Weltruf

Auf diesen Müllofen ist man bei Currenta stolz – tatsächlich genießt er offenbar Weltruf. Sonst hätte der australische Chemiekonzern Orica vor gut zehn Jahren nicht in Bürrig angefragt, ob man dort 22 000 Tonnen mit Hexachlorbenzol belasteten Abfall verbrennen wolle. Am Ende wurde nichts aus dem Deal – des langen, gefährlichen Transportwegs wegen. Nicht, weil man sich das in Bürrig nicht zugetraut hätte.

Die ersten Fuhren von der Autobahn erwartet Currenta im Januar, wenn das Regenrückhaltebecken gegraben wird.


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