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Hoffnungsthaler Baustelle: An der Allee ist Gelassenheit gefragt

Die Zufahrt zum Bahnhof Hoffnungsthal ist frei, aber nur über die Rotdornallee, aus Richtung Hofferhofer Straße.

Die Zufahrt zum Bahnhof Hoffnungsthal ist frei, aber nur über die Rotdornallee, aus Richtung Hofferhofer Straße.

Foto:

Christopher Arlinghaus

Rösrath -

Während die Bürger weiter über die einseitige Sperrung der Hauptstraße in Rösrath-Mitte stöhnen, bleibt auch das Hoffnungsthaler Ortszentrum nicht von baubedingten Kalamitäten verschont: Beim Ausbau der Rotdornallee ist nun die Kreuzung mit Bahnhofstraße und Lüghauser Straße an der Reihe, die Stadt Rösrath lässt sie komplett erneuern und umgestalten. Daher ist sie für die Durchfahrt von der Bahnhofstraße zur Lüghauser Straße komplett gesperrt. Die beiden Straßen sind damit vorerst Sackgassen.

Die Bahnhofstraße ist für die Zeit der Bauarbeiten in beiden Richtungen befahrbar, dafür sind die Parkplätze auf einer Straßenseite weggefallen. Für die Anwohner der Lüghauser Straße sind die Folgen noch gravierender: Für Autofahrer ist der kurze Weg ins Hoffnungsthaler Zentrum versperrt, Fußgänger und Radfahrer können die gesperrte Kreuzung jedoch passieren. Auch für Autofahrer zu erreichen ist immerhin die Auffahrt zum Bahnhof Hoffnungsthal.

Entspannt, trotz der Einschränkungen, zeigen sich die meisten Betroffenen beim Besuch des Redaktionsteams. Dazu tragen die Sommerferien offenbar entscheidend bei, im Hoffnungsthaler Zentrum ist der Spätnachmittags-Betrieb viel ruhiger als sonst an einem Werktag. Es gibt sogar freie Parkplätze in der Bahnhofstraße – obwohl sie in der Ortsmitte chronisch knapp sind und obwohl durch die baustellenbedingte Regelung mehrere Parkplätze weggefallen sind.

„Komischerweise finde ich hier immer noch einen Parkplatz“

Dieses Bild bestätigt eine junge Mutter, die nur ihren Vornamen Alina nennen will und ihren Sohn Ben gerade von der Tagesmutter abgeholt hat: „Komischerweise finde ich hier immer noch einen Parkplatz.“ Auch Sylvia Ferring, die sich gerade im Friseursalon Lazlo Lieber die Haare machen lässt, hatte Glück: In der Vorwoche hatte sie ebenfalls einen Friseurtermin und bemerkte das zurzeit geltende Halteverbot auf einer Straßenseite zunächst nicht. „Das Schild steht irgendwie blöd, man sieht das nicht unbedingt“, stellt sie fest. Ein Motorradfahrer, der in den Friseursalon kam, machte aber auf die neue Regelung und eine kontrollierende Politesse aufmerksam: So konnte Ferring ihr Auto auf der anderen Straßenseite parken, die Politesse verzichtete auf ein Knöllchen.

Größere Schwierigkeiten mit dem aktuellen Ausnahmezustand hat Barbara Jansen, die über die Lüghauser Straße in die Ortsmitte kommt. „Es ist schon ein Drama“, stellt sie trocken fest. Für die Fahrt mit dem Auto ins nahe Zentrum muss sie nun einen kilometerlangen Umweg nehmen, also geht sie zu Fuß – sofern sie keinen Mineralwasser-Kasten oder andere schwere Einkäufe transportieren muss. Gerade kommt sie von einem Zahnarzt-Termin in der Hauptstraße. „Es ist nicht weit“, räumt sie ein, „aber normalerweise wäre ich bei dieser Hitze mit dem Auto gefahren.“

Zufahrt ist frei und es gibt genügend Parkplätze

Deutlich einfacher haben es Autofahrer, die am Bahnhof Hoffnungsthal in den Zug umsteigen: Die Zufahrt ist frei und es gibt genügend Parkplätze. Sogar einige Freibad-Besucher finden am Bahnhof einen Stellplatz, während auf dem Bad-Parkplatz alles voll ist. Für Lisa Retza, die mit Hund Bruno gerade aus der Regionalbahn ausgestiegen ist, ist das Parken am Bahnhof ohnehin kein Thema: Sie wohnt in der Nähe und legt den Weg zum Bahnsteig immer zu Fuß zurück.

Auch in den Geschäften der Ortsmitte hat die momentane Baustellen-Situation offenbar kaum negative Folgen. Im Geschenkartikel-Geschäft „Bon apart“ ist alles wie immer – es ist nur ruhiger, ferienbedingt. Auch in der Gaststätte „Picasso“ ist ungewöhnlich wenig los. „Ich finde das eine Katastrophe“, sagt Gast Vitus Weinhold zur aktuellen Parksituation. Im weiteren Gespräch stellt sich allerdings heraus, dass nicht die Baustelle das Problem ist, sondern der große Andrang von motorisierten Freibad-Besuchern.

Wirt Miguel Louzao de la Cruz zeigt sich zufrieden, dass die Bauarbeiten an der Kreuzung Rotdornallee/Bahnhofstraße/Lüghauser Straße in den Sommerferien über die Bühne gehen: „Es ist ein idealer Zeitpunkt, das zu machen.“ Der Gastronom, der sich auch als CDU-Ratsherr engagiert, stellt keinen Umsatzrückgang fest. Für die Neugestaltung rund um die Kreuzung, die sich bereits abzeichnet, stellt er der Stadtverwaltung ein gutes Zeugnis aus: „Ich finde, es ist eine ganz gute Lösung.“