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Kupfersiefer Tal: Baumfällungen für mehr Sonne in Rösrath

Fällungen beim Mühlenteich im Kupfersiefer Tal.

Fällungen beim Mühlenteich im Kupfersiefer Tal.

Foto:

Grothus

Rösrath -

Was zunächst wie ein massiver Kahlschlag anmutete, entpuppt sich schließlich als Naturschutzmaßnahme. Es geht um den ehemaligen Mühlenteich im Naturschutzgebiet „Kupfersiefer Bachtal“ zwischen Lüghausen und Großhecken, dessen Rand von Gehölzen befreit wurde. Laut Rheinisch-Bergischem Kreis und Biologischer Station Rhein-Berg sollten mit der Fällung der beschattenden Bäume rund um das Gewässer die Lebensraumbedingungen für die lokale Amphibienpopulation verbessert werden.

Werde ein Teich nicht mehr bewirtschaftet, so die Biologische Station Rhein-Berg, gingen durch den sogenannten Verlandungsprozess die überlebenswichtigen sonnigen Wasseroberflächen und offenen Teichränder allmählich verloren. Diese sind für die im Wasser lebenden Amphibien, wie im Falle des Mühlenteichs beispielsweise den Grasfrosch, die Erdkröte und den Teichmolch, für die Jagd, zum Aufwärmen und auch Verstecken jedoch dringend notwendig. Im Röhricht der Pflanzengemeinschaft sonniger Teichränder leben Insekten und Schnecken, die eine wichtige Nahrungsquelle für die Teichbewohner sind.

Laub als Belastung

Hinzu kommt, dass auch das Laub der umringenden Bäume eine Belastung für das Gewässer bedeutet. Da dies nur zum Teil abgebaut werden kann, kommt es zu größeren Mengen Schlamm , durch die eine Verlandung abermals beschleunigt wird. Eine damit zusammenhängende Abnahme der Population konnten auch die Kinder des nahe gelegenen Waldkindergartens nicht verhindern, in dem sie die Amphibien bei ihrer jährlichen Wanderung zu ihren Laichplätzen über die Straße begleiteten.

Doch nun kann Entwarnung gegeben werden. Nachdem die Bäume auf Anweisung des beauftragten Forstunternehmers nun gefällt wurden, bietet das teilweise liegengelassene Totholz fortan einen neuen Lebensraum für viele Pilze und Insekten.

Die im Teich verbliebenen Baumstümpfe werden mit Rücksicht auf die dort überwinternden Tiere erst im September entfernt. Nach einer ebenfalls zu dieser Jahreszeit geplanten Entschlammung, ist der Lebensraum für Frösche und Kröten zumindest für die nächsten Jahre erst einmal wieder gesichert.