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Letzter Mieter ist gegangen: Abbruch des Hochhauses in Bergheim liegt im Zeitplan

Das Erdgeschoss ist mit Platten zunagelt, ein Bauzaun schützt das Gebäude: Das Hochhaus soll abgerissen werden.

Das Erdgeschoss ist mit Platten zunagelt, ein Bauzaun schützt das Gebäude: Das Hochhaus soll abgerissen werden.

Foto:

Vlaminck

Bergheim -

Der Betreiber des Kiosks ist vorigen Freitag als letzter Mieter des Hochhauses an der Albrecht-Dürer-Allee 4-6 ausgezogen und hat den Schlüssel abgegeben. Zwar etwas später als geplant, doch der Abbruch des 16-stöckigen Gebäudes liegt nach wie vor im Zeitplan. Bis Juni kommenden Jahres will die Stadt Bergheim, die das Hochhaus nur zum Zweck des Abrisses gekauft hat, das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht haben – ein sozialer Brennpunkt soll aus dem Stadtbild verschwinden.

Probleme wie beim Hochhaus am Berliner Ring, das die Stadt Bergheim mit seinen 226 Wohnungen bis Mitte 2015 hat niederlegen lassen, soll es nicht geben. Um unerwünschte Bewohner, die sich über Nacht in dem Gebäude niederlassen könnten, gar nicht erst hinein zu lassen, sichern Holzplatten, Bauzäune und ein Security-Dienst das Erdgeschoss.

„Wir haben alle sanitären Anlagen bereits entfernt, um das Haus unbewohnbar zu machen“, sagt Arben Baftijari von der Entwicklungsgesellschaft Bergheim. Die städtische Gesellschaft betreut den Abbruch.

Sechs bis acht Monate für Asbestsanierung vorgesehen

Doch bis es soweit ist, werden noch ein paar Monate ins Land gehen. „Wir rechnen damit zum Jahresende 2018“, sagt Baftijari. Bis dahin soll zunächst das in der Fassade und im Putz gebundene Asbest „in einem aufwendigen Verfahren aus den Materialien gelöst und anschließend entsorgt werden“. Sechs bis acht Monate sind für die Asbestsanierung vorgesehen. In der gebundenen Form gilt es als unschädlich, bei unsachgemäßer Handhabung aber soll es krebserregend sein.

Auch bei der Asbestsanierung gilt: Unliebsame Überraschungen wie beim Berliner Ring sollen vermieden werden. Dort hatte sich der Abbruch massiv verzögert und verteuert, weil bei den Arbeiten Asbest an Stellen entdeckt wurde, wo es nicht zu erwarten gewesen wäre. „Wir haben an der Albrecht-Dürer-Allee eingehender als beim Berliner Ring geprüft, um das Risiko zu minimieren“, sagt Baftijari.

Auf 16 Stockwerke verteilen sich 94 Mietwohnungen

Das Hochhaus an der Albrecht-Dürer-Allee ist 1971 errichtet worden. Auf 16 Stockwerke verteilen sich 94 Mietwohnungen, im Erdgeschoss gibt es noch eine Reihe gewerblicher Einheiten. Die Stadt hat das Haus nach mehreren gescheiterten Anläufen vor einem Jahr erwerben können.

Nach dem Abriss soll an der Stelle eine Grünfläche entstehen. Dafür erhält die Stadt rund 225.000 Euro Fördergeld aus dem Programm „Zukunft Stadtgrün“ von Bund und Land.