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Schwelbrand: 150.000 Euro teurer Solarradweg nach wenigen Monaten vom Netz genommen

Rund 250 Euro hat jeder Quadratmeter gekostet.

Rund 250 Euro hat jeder Quadratmeter gekostet.

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Dr. Horst Komuth

Erftstadt-Liblar -

Am Liblarer Solarradweg sind mehrere Anschlussdosen der Solarmodule verschmort. Ein Passant hatte am Montag einen Schwelbrand beobachtet und gemeldet. Die Firma Solmove hat daraufhin die Anlage vom Netz nehmen lassen. Die Erftstädter Stadtverwaltung hat die Feuerwehr und einen externen Sachverständigen eingeschaltet. Der Solarradweg, der Strom ins Netz einspeisen soll, ist im November eingeweiht worden. Die Firma Solmove hat ihn entwickelt.

Der Radweg ist deutschlandweit der erste seiner Art. Der aus 150 Kacheln zusammengesetzte mattenähnliche Belag ist nach Angaben des Herstellers 90 Meter lang. Er soll dank der Solarmodule Strom produzieren und sich bei Schnee und Eis selbst abtauen. Gekostet hat der Weg etwa 150 000 Euro – finanziert von der öffentlichen Hand.

Doch schon seit der Einweihung im vergangenen Herbst hatte es immer wieder Probleme gegeben. Schnee und Dreck blieben auf dem Weg liegen, die Anzeigentafel funktionierte nicht und der Weg erzeugte eine zeitlang gar keinen Strom. Das Bundesumweltministerium betonte damals, dass es sich bei dem Radweg um eine Teststrecke handele. „Im Projektverlauf könnten sich daher technische Probleme ergeben, die im Vorfeld nicht absehbar waren. Für die aber werden zeitnahe Lösungen gesucht und Fehler behoben“, sagte eine Sprecherin. (uj, red)