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Antikmarkt und Stadtfest: Frechen bekommt zwei verkaufsoffene Sonntage

Symbolbild

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dpa

Frechen -

Über verkaufsoffene Sonntage ist in Frechen in letzter Zeit viel diskutiert worden. Jetzt hat der Stadtrat mit großer Mehrheit zwei verkaufsoffene Sonntage genehmigt, die der Aktivkreis Frechen beantragt hatte. Demnach dürfen die Geschäfte am 8. April im Zusammenhang mit dem Antik- und Kunstmarkt sowie am 3. Juni anlässlich des Stadtfestes von 13 bis 18 Uhr öffnen.

Wie im vergangenen Jahr gibt es allerdings Einschränkungen. So gilt die Sonntagsöffnung nicht für das gesamte Stadtgebiet, sondern nur für die Innenstadt. Während des Antik- und Kunstmarktes, zu dem laut Stadtverwaltung 40 Aussteller und 8000 Besucher erwartet werden, dürfen nur die Geschäfte an Hauptstraße und Antoniterstraße öffnen.

Etwas größer ist der Bereich für das Stadtfest, das im vergangenen Jahr abgesagt werden musste und im Juni eine Neuauflage erfahren soll. Neben der Hauptstraße und der Antoniterstraße dürfen beim Stadtfest auch Geschäfte an der Keimesstraße, der Dr.-Tusch-Straße, der Sternengasse, der Josefstraße und der Rothkampstraße öffnen.

Gesetzliche Vorgaben

Die Einschränkungen sind den gesetzlichen Vorschriften geschuldet. Laut einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes darf die Sonntagsöffnung nur in Verbindung mit einer Veranstaltung genehmigt werden, die selbst mehr Besucher anzieht als der verkaufsoffene Sonntag allein. Zudem dürfen nur Geschäfte im Umfeld der Veranstaltung öffnen.

Im vergangenen Jahr hatte die Gewerkschaft Verdi gegen verkaufsoffene Sonntage in einigen Kommunen geklagt, in denen diese Voraussetzungen nicht erfüllt waren, und in einigen Fällen recht bekommen. Wie es jetzt in einer Stellungnahme von Verdi zu den Frechener Plänen heißt, lehne man die Sonntagsöffnungen weiterhin grundsätzlich ab, begrüße aber die Bemühungen der Stadt, sich an den Vorgaben der Gerichte zu orientieren. Die Gewerkschaft sehe deswegen keine Veranlassung, den Rechtsweg zu beschreiten.

„Wir sind in Frechen der einzig verlässliche Bündnis-Partner der katholischen Kirche“, scherzte Peter Singer von der Linksfraktion. Wie die Katholiken lehnten auch die beiden Stadtverordneten der Linken die Sonntagsöffnungen ab. Außerdem stimmten Ulrich Lussem (SPD) und Ernst-Hartmut Roese (Grüne) gegen die beiden verkaufsoffenen Sonntage.

Weitere verkaufsoffene Sonntage hat der Aktivkreis zum Bauern- und Genussmarkt am 1. Juli sowie zum Martinsmarkt am 4. November vorgesehen. Darüber soll später entschieden werden.