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Neubau oder Sanierung: Fraktionen diskutieren Perspektive für Parkdecks in Frechen

Das Parkhaus an der Josefstraße ist sanierungsbedürftig.

Das Parkhaus an der Josefstraße ist sanierungsbedürftig.

Foto:

Reinartz

Frechen -

Mit der Frage, wie es mit dem Parkhaus an der Josefstraße weitergehen soll, befasste sich jetzt der Frechener Stadtrat. Der Plan, das Parkhaus abzubrechen und durch ein Büro- und Geschäftsgebäude zu ersetzen, ist mittlerweile vom Tisch. Weitgehende Einigkeit herrschte jedoch darüber, dass sich das Parkhaus in keinem guten Zustand befindet. Die Fraktion „Perspektive für Frechen“ hatte deswegen beantragt, ein Gutachten in Auftrag zu geben, um zu untersuchen, wie hoch der Sanierungsaufwand für das Parkhaus ist. „Wir müssen genau wissen, wie der Zustand ist“, erläuterte Perspektive-Fraktionschef Dieter Zander.

Kosten von drei Millionen

Erst dann könne die Politik entscheiden, ob sich eine Sanierung lohne oder ob es am Ende besser sei, das Parkhaus abzubrechen und durch einen Neubau zu ersetzen. Bernhard von Rothkirch (FDP) erinnerte daran, dass die Sanierungskosten für das Parkhaus früher einmal auf 3,1 bis 3,3 Millionen Euro beziffert worden waren. Vielleicht reiche ja auch eine geringere Summe aus. Sicher sei, dass die oberste Decke abgedichtet werden müsse. Auch von Rothkirch sprach sich für eine Expertise aus: „Wir benötigen eine klare Kenntnis davon, welche Arbeiten notwendig sind.“

„Daraus ergibt sich auch, wie dringend eine Sanierung ist“, pflichtete ihm Hans Günter Eilenberger (SPD) bei. Die Stadtverwaltung schlug jedoch vor, die Überlegungen zum Parkhaus einzubinden in eine Gesamtbetrachtung zur Instandsetzung aller städtischen Gebäude. Dafür solle eine Prioritätenliste erstellt werden. Dies hielten auch die Linksfraktion und die Grünen für einen sinnvollen Weg. „Wir sollten das Parkhaus nicht gesondert bewerten, sondern alles im Zusammenhang betrachten“, sagte Grünen-Fraktionschefin Miriam Erbacher. Wer jetzt die Sanierung des Parkhauses vorziehen wolle, nehme in Kauf, dass dafür andere Instandsetzungsmaßnahmen, etwa an Schulen, zurückgestellt werden müssten.

Schäden ausbessern

„Wir müssen aber wissen, wie es um das Parkhaus bestellt ist, um es in der Prioritätenliste überhaupt richtig einordnen zu können“, entgegnete Zander. Die CDU schlug vor, dem Vorschlag der Stadtverwaltung zu folgen und das Thema Anfang Juli im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr erneut zu behandeln. Die Stadtverwaltung will für diese Sitzung eine detaillierte Vorlage mit einem Gesamtüberblick zur Instandsetzung aller städtischen Gebäude mit Sanierungsbedarf vorzulegen.

Kai Uwe Tietz (SPD) regte derweil an, die schlimmsten Schäden am Parkhaus unabhängig von dieser Gesamtbetrachtung möglichst schnell auszubessern. Unter anderem gebe es Schlaglöcher auf verschiedenen Parkdecks. Tietz: „Teilweise liegen auch die Armierungseisen frei.“