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„Fridays for Future“
350 Menschen ziehen für Klimaschutz und gegen Krieg durch Pulheim

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350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten dem „Fridays for Future“ Aufruf in Pulheim.

Pulheim – „Wir wollen lokal Flagge zeigen“, so Lars Reinhofer (18) von der Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“, die für Freitag wieder zu weltweiten Klimaprotesten aufgerufen hatte. Gemeinsam im Team mit Alex Gieg (18), Till Hapig (18) und Julian Rubino (15) organisierten die jungen Akteure eine Aktion in Pulheim, die rund 350 junge Leute und Erwachsene auf die Straße brachte und am Marktplatz startete. Danach zog der Demonstrationszug durch die Innenstadt bis zum Schulzentrum Pulheim-Brauweiler. Die Teilnehmer forderten eine gerechte und bessere Klimapolitik, dafür mehr Engagement von der Politik vor Ort sowie ein Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine.

Pulheim: Nur wenige Prozent des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien 

„Klimagerechtigkeit heißt, sich für eine friedliche Welt und ein gerechtes Zusammenleben einzusetzen. Kohle, Gas und Öl heizen nicht nur die Atmosphäre auf, sondern auch Kriege und Konflikte an. Eine Antwort auf den Angriffskrieg in der Ukraine muss deshalb ein radikaler und gerechter Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas und der entschlossene Einstieg in die erneuerbaren Energieträger sein“, betonte Alex Gieg in seiner Rede zum Auftakt der Demo. Darin unterstützte ihn Rudolf Brands von der Lokalen Agenda 21 und dem Aktionsbündnis Stommelner Bürger LOB (Leben ohne Braunkohle). Er rief zu einem breiten Bündnis von Jung und Alt auf, das Initiativen für das Klima ergreifen soll.

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Viele Schülerinnen und Schüler waren zur Kundgebung gekommen, um für mehr Klimaschutz und gegen den Krieg zu demonstrieren.

„In Pulheim werden nur wenige Prozent des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien gewonnen, obwohl Tausende Quadratmeter Dachfläche auf öffentlichen und privaten Gebäuden zur Verfügung stehen“, kritisierte er. Hier müsse die kommunale Politik endlich entsprechende Rahmenbedingungen schaffen.

Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums wünschen sich klimaneutrale Schule

Mehr Unterstützung von der Verwaltung auf ihrem Weg zu einer klimaneutralen Schule forderten in ihren Reden auch die Schülerinnen Charlotte Le Pellec (12) und Lotta Rödel (12) vom Klimarat des Geschwister-Scholl-Gymnasiums sowie Ronja Koch (14) und Lily Lightwood (14) von der Initiative „AGB for Future“ am Abtei-Gymnasium Brauweiler.

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Ronja Koch (l.) und Lily Lightwood vom Brauweiler Abtei-Gymnasium forderten auf der Demonstration mehr Unterstützung von der lokalen Politik auf ihrem Weg zu einer klimaneutralen Schule. 

Beispielsweise würden die Heizungssysteme in den Schulgebäuden zentral gesteuert. Um Energie zu sparen, sei eine manuelle Steuerung nötig, erklärte Koch. Zu den jüngsten Aktionen der „AGB for Future“ gehörten in der Vergangenheit die Bepflanzung des Schulhofes und ein „Wald Clean up Day“, um den Königsdorfer Forst von Müll und Unrat zu befreien, wie Lightwood ergänzte. Zudem forderten die jungen Aktivistinnen einen vorzeitigen Ausstieg aus der Kohle.

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Große Aufmerksamkeit gab es zudem bei den Worten von Dr. Detlef Bernd Gysan, der als Gastredner teilnahm. Er engagiert sich im deutsch-ukrainischen Verein Blau-Gelbes Kreuz in Köln, der sich 2014 gründete, um verletzten und verwaisten Kindern aus der Ukraine Ferien in Köln zu ermöglichen. „Derzeit sammeln wir Schmerzmittel und Verbandzeug, um es in die Krankenhäuser in der Ukraine zu bringen“, berichtete er. 

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