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Weniger Müll: Wegen Untermieterin muss Eitorferin höhere Müllgebühren zahlen

„Meine Mülltonne ist nie voll“, sagt Susanne Kirsten. Sie ärgert sich über höhere Gebühren, obwohl auch ihre Mieterin kaum Abfall produziere.

„Meine Mülltonne ist nie voll“, sagt Susanne Kirsten. Sie ärgert sich über höhere Gebühren, obwohl auch ihre Mieterin kaum Abfall produziere.

Foto:

Ebert

Eitorf -

Gerade mal eine Handvoll Restmüll hat Susanne Kirsten in dem kleinen Beutelchen, das mit einem kaum hörbaren „Flupp“ in der Tiefen der schwarzen Restmülltonne verschwindet. „Ganz voll ist die Tonne nie“, berichtet die Tierheilpraktikerin. Dennoch brauche sie eine größere, hat die Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG) entschieden: Die 80-Liter-Tonne, die alle vier Wochen abgeholt wird, ist zu klein, Susanne Kirsten muss sie gegen eine 120-Liter-Tonne tauschen.

Denn: Seit der Trennung von ihrem Mann hat Kirsten eine Untermieterin, also zwei Haushalte. Die werden, so sieht es die Gebührenordnung der RSAG vor, anders abgerechnet; auch wenn sich die Anzahl der Personen im Haus gar nicht geändert hat.

Obwohl Kirsten als Centered Riding Instruktorin eigentlich ein Herz für Pferde hat, auf das Wiehern dieses Amtsschimmels würde sie gerne verzichten: „Die Zahl der Personen ist dieselbe, der bewohnte Raum ist derselbe, der anfallende Müll ist eher noch weniger geworden – aber ich soll 120 Euro im Jahr mehr bezahlen.“ Ein Mitarbeiter der RSAG habe die größere Tonne gebracht und wieder mitgenommen. „Er sagte, die Tonne, die ich habe, sei doch ausreichend.“ Eine Rechnung über höhere Gebühren bekam sie dennoch, zahlen will sie nicht.

„Im Auftragsbuch steht ganz klar, dass Frau Kirsten schon immer eine 120-Liter-Tonne hatte“, erklärt Pressesprecher Joachim Schölzel auf Anfrage. Er will nun klären lassen, ob und auf welcher Seite ein Fehler vorliegt. „Wir werden uns die Tonne vor Ort noch einmal ansehen.“

Restmüll so klein wie möglich halten

Sie sehe sich als verantwortungsbewusster Mensch, dem Nachhaltigkeit und die Fürsorge für die Umwelt am Herzen liegen, in der Pflicht, den Restmüll so klein wie möglich zu halten. Ein Gedanke, der von der RSAG – zumindest auf der Internetseite – sogar unterstützt werde: „Wer wenig Abfall hat, zahlt wenig“, mit diesem Slogan wirbt das Unternehmen in seinem „Citizen Value Report“, der die Ausrichtung auf Gemeinwohl und Nachhaltigkeit zum Schwerpunkt hat. „Dass die RSAG damit wirbt, aber es nicht umsetzt, ärgert mich“, sagt Kirsten zu. „Da müssten Dinge verändert werden, die so einfach nicht mehr funktionieren.“

Genau diese Veränderung sei 1995 eingeführt worden, sagt Schölzel, und zwar mit der Umstellung des Gebührensystems, das den Grundpreis nicht mehr pro Person, sondern pro Haushalt berechnet. Auch wenn es vereinzelte Ausnahmen gebe – das System, das vielerorts übernommen wurde, sei gerechter und günstiger.


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