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Sicherer Platz im „Radhaus“: Neue Mobilitätsstation bietet Parkhaus für Zweiräder

Das Dach des Fahrradparkhauses der neuen Mobilitätsstation soll begrünt werden.

Das Dach des Fahrradparkhauses der neuen Mobilitätsstation soll begrünt werden.

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Helfer

Sankt Augustin -

Kein „Ratlager“, auch keinen Radgeber, nein, ein „Radhaus“ hat die Stadt Sankt Augustin jetzt am Haltepunkt Zentrum/Hochschule Bonn-Rhein-Sieg eingeweiht: Mit dem naheliegenden Wortspiel wurde die neue Mobilitätsstation bedacht, die außer einem Fahrradparkhaus mit 80 Plätzen auch eine Ladesäule für Elektroautos und Platz für Car-Sharing-Angebote bietet.

Rainer Gleß, Erster Beigeordneter der Stadt, verdeutlichte in einer Ansprache die Wichtigkeit des neuen Angebots: Neue Mobilitätsangebote eröffneten den Weg aus einer „fossilen zu einer postfossilen Gesellschaft“, womit er auf althergebrachte und neue regenerative Energien abzielte. Die neue Station liege dabei mit der Nähe zu B 56 und Stadtbahnlinie 66 an der zentralen Verkehrsachse der Stadt und gleich in der Nähe von Rathaus, Einkaufscenter und Hochschule. Gleichzeitig gebe es dort das höchste Verkehrsaufkommen.

„Fahrräder werden immer teurer“

Wichtig ist Gleß auch die Sicherheit, die das abschließbare Parkhaus biete: „Fahrräder werden immer teurer.“ 511 000 Euro investierte die Stadt, die Mobilitätsstation wurde allerdings zu rund 90 Prozent aus Bundesmitteln und vom Verband Nahverkehr Rheinland gefördert. Eine einfache Wiederherstellung des P+R-Parkplatzes hätte die Stadt 60 000 Euro gekostet – mehr als der Eigenanteil an der Mobilitätsstation von 52 000 Euro.

Das Fahrradparkhaus, eine filigrane Metallkonstruktion, bietet ebenfalls Schließfächer sowie Ladestationen für E-Bike-Akkus. Ein Teil der Plätze ist in zwei Etagen angelegt: Von der höheren Ebene dieses „Doppelstockparkers“ lässt sich eine Schiene mit einem Anlehnbügel für das Rad herunterziehen. Anschließend wird das Rad in einem 45-Grad-Winkel auf die Halteschiene und mit dieser nach oben geschoben.

Das Dach des Parkhauses wird begrünt. Die Planung ist eine Eigenleistung der Abteilung für Tiefbau der Stadtverwaltung und dem Büro für Natur- und Umweltschutz der Stadt.

Der Zugang ist mit einem Schloss mit Zahlenkombination gesichert, die Plätze können bei der Stadt gemietet werden. Einen Partner für ein Car-Sharing-Angebot hat die Stadt noch nicht ausfindig gemacht. Eva Stocksiefen, der Leiterin der Pressestelle zufolge, ist man aber im Gespräch mit verschiedenen Anbietern. Fahrradplätze können im Internet gemietet werden.

www.sankt-augustin.de