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Mit 90 Jahren verstorben: FC-Legende Hans Schäfer in Köln beigesetzt

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Hans Schäfer wurde in Köln beigesetzt

Foto:

Jörn Neumann

Köln -

Toni Schumacher hat nie mit Hans Schäfer in einer Mannschaft gespielt, aber Freunde sind die beiden Herren doch geworden. „Torwart und Linksaußen“, sagte Schumacher stets und äußerte seinen Stolz darüber, dass Hans Schäfer einmal zu ihm gesagt habe, beide hätten gut in eine Mannschaft gepasst. In dieser Welt ist es nichts geworden mit einem gemeinsamen Spiel, doch Schumacher hofft, der Kick sei nur vertagt: „Sollte ich einmal dahin kommen, wo du jetzt bist, Hans, dann bringe ich meine Torwarthandschuhe mit. Versprochen“, sagte der Vizepräsident des 1. FC Köln am Dienstag in seiner Trauerrede zu Schäfers Beerdigung.

Die Weltmeister Wolfgang Overath (1974) und Horst Eckel (1954) und DFB-Präsident Reinhard Grindel (v.r.)

Die Weltmeister Wolfgang Overath (1974) und Horst Eckel (1954) und DFB-Präsident Reinhard Grindel (v.r.)

Foto:

Uwe Weiser

Schäfer war vor einer Woche im Alter von 90 Jahren gestorben, am Dienstag nahm Köln Abschied von seinem Weltmeister von 1954. Zunächst in einer privaten Trauerfeier in St. Albertus Magnus in Lindenthal, dann auf dem Südfriedhof in Zollstock, Schäfers Heimat.

Anders als Schumacher hat Karl-Heinz Thielen noch mit Schäfer auf dem Platz gestanden. 1962 und ’64 wurde er mit Schäfer Deutscher Meister und sagte: „Danke für alles im Namen aller, die das Glück hatten, mit Dir in einer Mannschaft zu spielen. In all den Jahren hast Du nie den Weltmeister raushängen lassen.“

FC-Trainer Peter Stöger mit Assistent Manfred Schmid

FC-Trainer Peter Stöger mit Assistent Manfred Schmid

Foto:

Weiser, Neumann

Vorbild FC Liverpool

Die Bläck Fööss spielten mit Wolfgang Niedecken „Ich bin ne kölsche Jung“ und „En unserem Veedel“. Und Schumacher verkündete einen großen Plan: Der 1. FC Köln werde, sagte Schumacher, der Stadt den Vorschlag unterbreiten, die Südtribüne im Andenken an Hans Schäfer umzubenennen, und zwar dem Vorbild der berühmten The Kop in Liverpool mit einem Spitznamen, der zu Köln, zum FC und seinen Fans passt: Unbändig ehrgeizig, willensstark, dickköpfig, treu. Den Spitznamen, den Hans Schäfer trug: De Knoll.“

Bap-Frontmann Wolfgang Niedecken, ein enger Freund Hans Schäfers

Bap-Frontmann Wolfgang Niedecken, ein enger Freund Hans Schäfers

Foto:

Uwe Weiser

Die Stadt wird kaum Grund noch Möglichkeiten haben, diesem Wunsch zu widersprechen. „Wir haben mit Hans Schäfer einen besonderen Menschen, eine große Persönlichkeit verloren. Wir sind unendlich traurig“, sagte Schumacher: „Aber auch wenn das pathetisch klingt, stimmt es doch: Die Ikone Hans Schäfer ist unsterblich. Vielleicht ist das ein kleiner Trost an diesem traurigen Tag.“ (chl)