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Neues FC-Trainerteam: Wird Pawlak Beierlorzers Assistent?

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FC-Interimstrainer André Pawlak

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Köln -

Ein Punktspiel noch, nur noch ein Spiel, dann ist die Zeit von André Pawlak als Interimstrainer der Profis des 1. FC Köln schon wieder beendet. Dem 4:0-Sieg in Fürth, mit dem der FC auch rechnerisch den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht hatte, folgte eine 3:5-Niederlage daheim gegen Regensburg. Am Sonntag will er sich nun mit einem Sieg seiner Mannschaft in Magdeburg verabschieden.

Es ist ein Spiel, in dem es für beide Teams um nichts mehr geht, da die Sachsen-Anhaltiner seit vergangenen Sonntag bereits abgestiegen. Pawlak wird in Magdeburg auf die gesperrten John Córdoba, Jorge Meré und Dominick Drexler verzichten müssen, seinem Ehrgeiz tut das dennoch keinen Abbruch. Er will einen versöhnlichen Abschluss.

Aber noch wichtiger ist für den 48-Jährigen natürlich, wie sich seine Zukunft gestaltet. Sein Vertrag beim FC läuft zwar noch bis 2021. Doch wie und ob es mit ihm in Köln weitergeht, das ist noch offen. Es gibt für ihn mehrere Optionen, sagte Pawlak am Mittwochmittag. Eine davon ist, dass er der Assistent des neuen Cheftrainers Achim Beierlorzer (51) wird. Eine andere ist aber auch ein Wechsel zu einem anderen Verein.

Er habe sich bisher öffentlich zurückgehalten, da noch nichts entschieden sei. Viele waren eigentlich davon ausgegangen, dass Pawlak wieder zum U21-Team des FC zurückkehrt, das er zuvor erfolgreich trainierte hatte. Endgültig ist das allerdings nicht. „Ich bin und bleibe gerne im Verein. Ich kann mir hier auch vieles vorstellen, wie die U21. Denkbar wäre aber auch eine andere Position. Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass ich mal woanders hingehe. Das ist im Fußball halt so“, sagte der Gelsenkirchener.

„Ja, es gibt auch Anfragen anderer Vereine"

Er wolle aber jetzt keine großen Ansprüche stellen oder unbedingt irgendwelchen Ambitionen hinterherjagen. Er sei zufrieden in Köln und habe noch Vertrag über ein weiteres Jahr. Doch durch seine furiose Rückrunde mit der U21 in der Regionalliga und seinem Interims-Engagement als Zweitligatrainer ist Pawlak sicherlich auch mehr ins Blickfeld anderer Klubs geraten. Auf Nachfrage erklärte der Coach: „Ja, es gibt auch Anfragen anderer Vereine.“ Welche das sind, verriet er freilich nicht.

Aber vielleicht reizt Pawlak ein anderes Engagement noch mehr, das viel Sinn und seinen Charme haben könnte. Der neue Cheftrainer Achim Beierlorzer wird nicht sein komplettes Trainerteam aus Regensburg mit nach Köln nehmen. Da dürfte es für den Franken sicherlich sehr reizvoll sein, auf die FC-Erfahrung von Pawlak und dessen Know-how zurückzugreifen. „Ja, auch das gehört zu den Optionen“, bestätigte der 48-Jährige.

In der Woche nach dem Abschluss in Magdeburg soll die Zukunft von Pawlak in Absprache mit Sportchef Armin Veh entschieden werden. Das sei für alle wichtig, für die U21, für die Profis und „auch für Achim Beierlorzer und mich ist das wichtig“, sagte Pawlak und fügte mit einem Schmunzeln an: „Deswegen möchte ich das entscheiden, bevor ich in den Urlaub gehe.“