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Fortuna Köln: Neues Outfit, neue Gesichter

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Nach neun Jahren beim FC Ingolstadt ist Moritz Hartmann (M.) zur Fortuna gewechselt.

Foto:

Eduard Bopp

Köln -

Mit einem flüchtigen Blick sind nur Kleinigkeiten zu erkennen, die sich zum Auftakt der Sommervorbereitung beim Fußball-Drittligisten SC Fortuna Köln verändert haben. Statt eines großen weißen Mähroboters halten nun drei kleine schwarze, per Smartphone steuerbare Geräte den Trainingsrasen am Südstadion in Schuss. Dazu gibt es einen neuen Ausrüster, nach elf Jahren Jako läuft die Fortuna ab sofort im Dress des italienischen Herstellers Erreà auf, inklusive neuer Trikots.

Erst bei Betrachtung der Mannschaft von Coach Uwe Koschinat fallen die größeren Unterschiede auf: Die Neuzugänge Moritz Hartmann und Kwame Yeboah absolvierten am Mittwoch ihr erstes Training in Zollstock. Nach der Verpflichtung des 21 Jahre alten Torhüters Nikolai Rehnen, dem Ersatz für Tim Boss, schließen die beiden Offensivkräfte die zwei verbleibenden offenen Stellen in Koschinats Kader.

Neun Jahre beim FC Ingolstadt

Hartmann (32) wechselte ablösefrei vom FC Ingolstadt zur Fortuna, wo er auf Anhieb zum wohl bekanntesten Profi im Kader aufsteigt. 220 Pflichtspiele in Erster, Zweiter und Dritter Liga absolvierte der Stürmer in neun Jahren für den FCI und wurde dort zur Vereinslegende. Entsprechend schwer fiel der Abschied. „Neun Jahre sind  gerade im Fußball eine lange Zeit, eine halbe Ewigkeit. Ich habe dort einiges erleben dürfen, habe viele Freunde kennengelernt“, sagte Hartmann. „Aber ich bin jetzt für eine neue Aufgabe bereit und freue mich wahnsinnig. Wir wollen an die gute letzte Saison anknüpfen.“

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Fortunas neuer Linksaußen: Kwame Yeboah

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Eduard Bopp

Damit das klappt, muss Hartmann die von Daniel Keita-Ruel hinterlassene Lücke stopfen. Koschinat ist optimistisch. „Bei Moritz sieht man, dass er quasi sein halbes Leben in vorderster Linie verbracht hat, er kann sich extrem gut behaupten“, so der Trainer. Aber   die Spielweise müsse angepasst werden, Hartmann ist nicht die omnipräsente Anspielstation, wie Keita-Ruel sie war.

Dabei helfen soll die neue Variabilität in Fortunas Offensive. Große Hoffnungen setzt Koschinat – neben den Neuverpflichtungen Michael Eberwein und Benjamin Pintol – auf Yeboah, der trotz gültigen Vertrages ablösefrei von Borussia Mönchengladbach verpflichtet werden konnte. Der 24 Jahre alte Australier ist für den linken Flügel vorgesehen. „Es ist ein perfektes Gegenstück zu Robin Scheu auf der anderen Seite. Kwame ist laufstark und hat Zug zum Tor, weil er gelernter Stürmer ist“, so Koschinat.

Test gegen U21 des 1. FC Köln

Verzichten muss der Trainer aktuell auf Dominik Ernst (Knie), Aaron Eichhorn (Sprunggelenk), Okan Kurt (Nasen-OP) und Pintol (Fußverletzung). Dafür setzt Koschinat auf seine Rekonvaleszenten Kristoffer Andersen und Maurice Exslager. Beide würden einen sehr guten Eindruck im Training machen. Am Samstag (11 Uhr, Franz-Kremer-Stadion) absolviert die Fortuna gegen die U 21 des 1. FC Köln ihr erstes Testspiel.