Schweigen, Plakate, klare Botschaften: In den Stadien brodelt es. Die Fußballfans warnen vor schärferen Regeln.
Fußball-BundesligaFans protestieren erneut gegen neue Sicherheitspläne

Die Bayern-Fans präsentierten aus Protest eine Karikatur von Hamburgs Innensenator Andy Grote.
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Nach den Fan-Protesten am vergangenen Wochenende haben Fußball-Anhänger in den Bundesliga-Stadien erneut mit Schweige-Protesten und Plakaten auf geplante Maßnahmen der Politik in Sicherheitsfragen reagiert. „Populismus stoppen“, stand etwa auf einem Spruchband der Leverkusener Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund. „Fankultur überlebt jede Ministerkonferenz“, plakatierten die Anhänger des 1. FC Union Berlin vor dem Duell mit dem 1. FC Heidenheim.
„Innenminister Herrmann: Finger weg von unserer Fankultur“, hieß es im Block der Augsburger Fans in Anlehnung an Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) beim Spiel gegen die TSG Hoffenheim in Sinsheim. Die Anhänger des FC Bayern richteten beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli ihren Protest auch gegen Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), der auf einem Plakat mit übergroßem Schlagstock karikiert wurde.
Die Anhänger befürchten drastische Maßnahmen wie personalisierte Eintrittskarten oder verschärfte Stadionverbote. Dies soll bei der Innenministerkonferenz in der nächsten Woche in Bremen diskutiert werden. (dpa)
