FußballPremier League soll über Videobeweis-Abschaffung diskutieren

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Auf Antrag der Wolverhampton Wanderers soll in England über die Abschaffung des Videobeweises diskutiert werden.

Auf Antrag der Wolverhampton Wanderers soll in England über die Abschaffung des Videobeweises diskutiert werden.

Seit fünf Saisons wird in England der Videobeweis genutzt. Heißt es bald «Game over» für den VAR?

Die Clubs der Premier League sollen übereinstimmenden Berichten zufolge über eine Abschaffung des Videobeweises zur kommenden Saison abstimmen. Wie unter anderem das Magazin „The Athletic“ und der Sender Sky Sports berichteten, soll es bei einem Treffen der englischen Eliteliga am 6. Juni zu dem Votum kommen.

Demnach hat der englische Fußball-Erstligist Wolverhampton Wanderers einen entsprechenden Antrag eingereicht. Damit sie Erfolg haben, müssen 13 der übrigen 19 Clubs ebenfalls für die Abschaffung stimmen, meldete die britische Nachrichtenagentur PA.

In der Premier League wird der Videobeweis (VAR) seit der Saison 2019/20 eingesetzt. Wie in der Bundesliga gibt es auch in England seit Jahren immer wieder scharfe Kritik.

„Zeit für eine konstruktive und kritische Debatte“

Der Schritt folge nach sorgfältiger Prüfung und mit größtem Respekt für die Premier League, das Schiedsrichtergremium PGMOL und die übrigen Vereine, zitiert die Zeitung „Daily Telegraph“ eine Mitteilung der „Wolves“: „Es gibt keinen Vorwurf - wir alle streben nur nach dem bestmöglichen Ergebnis für den Fußball - und alle Beteiligten haben hart daran gearbeitet, die Einführung zusätzlicher Technologie zum Erfolg zu führen. Nach fünf VAR-Saisons in der Premier League ist es jedoch Zeit für eine konstruktive und kritische Debatte über seine Zukunft.“

Der Club betonte demnach, der Preis „für eine kleine Steigerung der Genauigkeit“ stehe im Widerspruch zum Geist des Spiels. Die Premier League bestätigte, dass die Mitglieder über den Videobeweis diskutieren würden. Zugleich betonte sie, sie unterstütze den Einsatz und arbeite gemeinsam mit PGMOL an kontinuierlichen Verbesserungen zum Nutzen des Spiels und der Fans. (dpa)

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