Der frühere Werder-Profi Marvin Ducksch teilt gegen seinen Ex-Club aus. Bremens Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz äußert sich nun dazu.
Fußball-BundesligaWerder-Geschäftsführer „selbstkritisch“ nach Ducksch-Schelte

Ex-Werder-Profi Marvin Ducksch hat den sportlich Verantwortlichen bei Werder Bremen mangelnde Wertschätzung vorgeworfen. (Archivbild)
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Werder Bremens Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz hat sich zu den Vorwürfen des Ex-Bremers Marvin Ducksch geäußert. „Ich nehme Marvins Kritik über die fehlende Kontaktaufnahme nach seinem Abschied selbstkritisch an“, sagte der 44-Jährige dem Portal „Deichstube“. Ducksch hatte in einem Interview der „Bild“-Zeitung den sportlichen Verantwortlichen um Fritz mangelnde Wertschätzung vorgeworfen.
Fritz bestätigte, dass es seit dem Wechsel von Ducksch im Sommer zum englischen Zweitligisten Birmingham City keinen Kontakt gegeben habe. „Wir beide hatten während seiner Zeit bei uns immer ein gutes Verhältnis, und deshalb wird bei uns auch nichts hängen bleiben, weil wir ihm dankbar sind für das, was er für uns geleistet hat“, sagte Fritz weiter.
Ducksch spürt Wertschätzung in Birmingham
Ducksch kritisierte in dem Interview den Umgang mit ihm. „Von den Verantwortlichen hat sich keiner mehr bei mir gemeldet - kein Anruf, keine Nachricht. Wenigstens ein ‚viel Erfolg‘ und ein ‚Danke für die Jahre‘ wären angebracht gewesen“, sagte der 31-Jährige.
In Birmingham spüre er „eine sehr starke Wertschätzung“. Zu einigen ehemaligen Bremer Teamkollegen habe er noch einen guten Draht. Auch der frühere Werder-Geschäftsführer und aktuelle Schalke-Vorstand Frank Baumann hätten sich bei ihm gemeldet.

Werder Bremens Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz. (Archivbild)
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Für Ducksch sei klar gewesen, dass er Werder verlassen möchte, als er gemerkt habe, „dass die Wertschätzung nicht mehr wirklich da ist“. „Ich habe schon im Sommer davor mitbekommen, dass man mich gerne verkauft hätte. Das war natürlich ein Gefühl, das hängen bleibt“, bedauerte er. „Wenn man von einigen Verantwortlichen nicht mehr gewollt ist, dann ist das keine Basis mehr. Dann musst du für dich einen neuen Weg finden“, fügte er hinzu.
Aber er habe dem Verein sehr viel zu verdanken, bekräftigte er. Zwischen 2021 und 2025 trug der gebürtige Dortmunder das Werder-Trikot, feierte mit dem Club 2022 die Rückkehr in die Bundesliga und hatte daran durch seine 20 Saisontreffer maßgeblichen Anteil. Zuletzt erzielte er in den vergangenen beiden Spielen für Birmingham drei Treffer. (dpa)

