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Kölner Haie: Draisaitls Plan mit seinem neuen Team

Haie Draisaitl Team

Trainer Peter Draisaitl (2. v.l.) setzt in der kommenden Saison auf Mannschaftsgeist.

Foto:

Herbert Bucco

Köln -

Es war nicht zu übersehen, dass die Haie-Profis am Sonntag  im ersten Testspiel der Saisonvorbereitung schwere Beine hatten. Gegner Krefeld, eine Woche länger im Training als der KEC, der Anfang August mit der Vorbereitung startete, wirkte deutlich frischer und kombinierte besser. „Wir haben auf das Spiel in der Trainingsplanung keine Rücksicht genommen“, sagte KEC-Trainer Peter Draisaitl – und so gewann der DEL-Konkurrent die am Ende turbulente Partie in der Deutzer Trainingshalle mit 7:4.

Es war kurios, die Haie schossen drei Powerplay-Tore, zweimal traf Steve Pinizzotto, einmal Jason Akeson bei Überzahl. Dabei hatten die Kölner in ihrer Trainingswoche, wie Draisaitl berichtete, Powerplay noch gar nicht geübt. Es steht erst in dieser Woche auf dem Trainingsplan.

Draisaitl will gute Stimmung im Team

Das Testspiel hatte vor allem den Sinn, die Profis bei Laune zu halten. Denn spielen macht ihnen deutlich mehr Spaß als nur trainieren. Draisaitl und seine Assistenten legen Wert auf gute Stimmung unter den Profis, sie soll die Grundlage erfolgreichen Teambuildings sein. „Wir wollen den Fans eine echte Mannschaft präsentieren“, sagte 52-jährige Coach.

Am 14. September starten die Kölner mit einem Heimspiel gegen Augsburg in die DEL-Spielzeit 2018/19. Bis dahin muss noch viel trainiert und getestet werden. Von Donnerstag bis Sonntag veranstalten die Haie in der Kölnarena 2 ein Turnier, bei dem sie sich mit den schwedischen Klubs Örebrö und Rögle sowie mit dem Schweizer Verein Langnau messen. „Das wird knüppelhart“, meint Draisaitl –  alle drei Gegner kommen aus Ligen, deren läuferisches und spielerisches Niveau besser ist das der der DEL.

Trainingslager in Südtirol

Nach dem „Köln Cup“ reisen die Haie für eine Woche in ein Trainingslager in Latsch in Südtirol; eine Maßnahme, die ebenfalls dazu beitragen soll, dass die Kölner Mannschaft sich findet und zusammenwächst. „Ich habe mir das Trainingslager ausdrücklich gewünscht“, sagt Draisaitl, der neun neue Profis ins Haie-Team integrieren muss, das sich in der Vorsaison mehr  durch Wankelmut als Zusammenhalt auszeichnete.

Personelle Sorgen gibt es bei den Haien momentan nicht. Pinizzotto, der am Sonntag vorzeitig vom Eis ging, da er von einem Schläger im Gesicht getroffen worden war, erlitt keine Verletzung. Verteidiger Alexander Sulzer, der gegen Krefeld fehlte, ist ebenfalls fit. Er soll in der Vorbereitung nur nicht überlastet werden, da er eine Operation an den Adduktoren hinter sich hat.