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Vor Saisonstart: Wer sind die Meisterschaftsfavoriten der DEL-Trainer?

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Die Maskottchen der DEL-Vereine. Kölns Sharky ist der 3. von rechts

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DEL Photosharing

Köln/Mannheim -

Den Titel des „Blitz“ der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) hat Sebastian Uvira (25) am Dienstag verloren. Im Schnelligkeits-Wettbewerb in der Mannheimer SAP-Arena belegte der Haie-Stürmer Platz zwei hinter Nationalspieler Markus Eisenschmid (23), dem neuen Stürmer der Adler Mannheim, den die Kölner im Sommer auch verpflichten wollten, aber nicht bekamen. Phillip Bruggisser (Krefeld) hatte mit 160,1 km/h den härtesten Schuss. Als geschicktester Spieler wurde  wie 2017 Mark Voakes ausgezeichnet, der aus Wolfsburg nach München gewechselt ist.

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Nur noch zweitschnellster Schlittschuhläufer der DEL: Sebastian Uvira von vom KEC muss den „Blitz“-Titel abgeben.

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DEL Photosharing

Apropos München: Bevor die DEL am Freitag in ihre 25. Saison startet, trauen eine Reihe von Trainern den  von Pavel Gross gecoachten Adlern zu, dass sie dem EHC, Meister der vergangenen drei Jahre, gefährlich werden könnten. „Für mich kommen da letzten Endes nur zwei Teams wirklich in Frage: Meister München und die Adler Mannheim, wobei ich bei München leichte Vorteile sehe“, sagt etwa der neue DEG-Trainer Harold Kreis. „Ich denke, die Adler Mannheim haben gute Chancen, den Titel zu holen“, meint Bremerhavens Thomas Popiesch. Münchens Erfolgscoach Don Jackson (62/USA) hält davon gar nichts, seine Antwort auf die Frage, wer den Titel 2019 hole, lautet: „EHC Red Bull München, weil wir unseren Titel wieder verteidigen und immer gewinnen wollen.“ Der EHC hat seine besten Stürmer Dominik Kahun und Brooks Macek verloren, sie suchen ihr Glück in der der NHL. Insgesamt gingen sogar acht Profis weg. Trotz des Umbruchs gilt München  zurecht als der größte Favorit auf die Meisterschaft.

Einerseits, weil das Team weiter von Jackson betreut wird, der inzwischen acht DEL-Titel gesammelt hat und damit der erfolgreichste Trainer in der Historie der Liga ist. Andererseits hat der zum Brause-Imperium des Milliardärs Dietrich Mateschitz gehörende Verein  den höchsten Spieleretat aller DEL-Klubs – und konnte im Sommer entsprechend auf dem Transfermarkt zulangen.

Die Münchner verpflichteten zum Beispiel den 34-jährigen Kanadier Matt Stajan, der in seiner Karriere mehr als 1000 Partien in der NHL absolviert hat. Auch innerhalb der Liga bediente sich die Münchner und holten die kanadischen Angreifer Trevor Parkes (aus Augsburg), John Mitchell (Nürnberg), und Justin Shugg (Köln) in die bayerische Hauptstadt.

Kölner Haie spielen am Freitag gegen Augsburg

Nach München und Mannheim sehen die DEL-Coaches auch Berlin und Nürnberg als Titelaspiraten. Die Haie werden diesmal nur zum erweiterten Kreis der Favoriten gerechnet. Den Kölnern, die zuletzt 2002 Meister waren, ist das ganz recht, denn in den vergangenen Jahren waren sie oft Favoriten – und scheiterten ebenso oft.

Wie gut die Haie 2018/19 abschneiden  werden, ist schwer zu prognostizieren. Es gibt einige offene Fragen, zum Beispiel: Wie wird sich Peter Draisaitl, der im November 2017 als Nachfolger für Cory Clouston einsprang, dauerhaft als Haie-Trainer machen? In seiner Vita stehen bisher keine großen Erfolge als Coach. Und: Werden die Zugänge  die Erwartungen erfüllen, vor allem in der Defensive, in der unter anderem der zurückgetretene  Kapitän Christian Ehrhoff ersetzt werden muss? Zehn Neue wurden insgesamt verpflichtet, nachdem der KEC im Frühjahr im Playoff-Viertelfinale an Nürnberg gescheitert war.

Immerhin gewannen die Haie, die am Freitag gegen Augsburg spielen, am Sonntag ihr letzten Testspiel dank geschlossener Leistung mit 5:1 – gegen den Titelaspiranten Mannheim.