Ulrike Gräßler hat miterlebt, wie ihre Sportart für Frauen geöffnet und 2014 in Sotschi olympisch wurde.
Olympischer MomentPionierin auf der Skisprung-Schanze

Das Deutsche Sport & Olympia Museum in Köln.
Copyright: Alexander Schwaiger
Blau-Schwarzer Anzug, babypinker Helm und grün-gelbe Ski – diese Farbkombination ist gewöhnungsbedürftig. Doch die Ausrüstung, zu sehen im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln, ist legendär. Mit ihr hat Ulrike Gräßler Sportgeschichte geschrieben. Bei der erstmals ausgetragenen Konkurrenz im Skispringen der Frauen im Rahmen der Nordischen Ski-WM 2009 in Liberec gewann sie die Silbermedaille.
1994, als sie sieben Jahre alt war, habe ihr Bruder sie zum ersten Mal mit zum Training der Skispringer genommen, schreibt Gräßler, geboren in Eilenburg bei Leipzig, auf ihrer Homepage: „Zu dieser Zeit gab es noch keine eigenständigen Skisprungwettbewerbe für Mädchen, oft war ich die einzige weibliche Teilnehmerin bei den Wettkämpfen. Das internationale Damenskispringen in Meinerzhagen im Jahr 2000 war mein erster reiner Damenwettbewerb.“

Anzug, Helm und Ski von der deutschen Skisprung-Pionieren Ulrike Gräßler.
Copyright: Alexander Schwaiger
Sie habe dann „die rasante Entwicklung“ ihrer Sportart miterlebt, schreibt Gräßler: die ersten Deutschen Meisterschaften für Skispringerinnen 2001, die Einführung des Continentalcups für Frauen 2004 und eben die erste WM, bei der sie 2009 direkt eine deutsche Duftmarke setzte. Zwei Jahre später wurde der Frauen-Weltcup eingeführt. Und auch bei der Olympia-Premiere 2014 in Sotschi war Gräßler dabei. Damals rückte allerdings ihre Teamkollegin Carina Vogt ins Rampenlicht, die sich die erste olympische Goldmedaille für Skispringerinnen sicherte.
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Bei den aktuellen Winterspielen in Mailand und Cortina gab es eine weitere Premiere für die Frauen der Lüfte: in Predazzo fand für sie erstmals auch ein olympischer Wettbewerb auf der Großschanze statt. Die deutschen Skispringerinnen mischten beim Sieg der Norwegerin Anna Odine Stroem allerdings nicht im Kampf um die vorderen Platzierungen mit.
Anlässlich der Winterspiele Milano Cortina 2026 blicken wir mit der Serie „Olympischer Moment“ in die Historie: 17 Tage lang geht es um Ausstellungsstücke, die im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln in der aktuellen Sonderausstellung „Höher, schneller, kälter!“ zu sehen sind. www.sportmuseum.de

