Abo

Darknet-Plattform zerschlagenSpuren von Kinderpornografie führen auch nach NRW

2 min
Symbolbild - Darknet

Neue Tools ermöglichten einen Schlag gegen ein Betrugs-Netzwerk im Darknet. (Symbolbild)

Behörden haben ein Betrugsnetzwerk im Darknet aufgedeckt. Als Köder für die Masche diente kinderpornografisches Material.

Einem umfangreichen Betrugs-Netzwerk im Darknet, das kinderpornografische Inhalte für eine Betrugsmasche einsetzte, haben Fahnder ein Ende gesetzt. Laut Mitteilung des bayerischen Landeskriminalamts, der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und des bayerischen Justizministeriums in München sind über 373.000 Seiten vom Netz genommen worden. Von den circa 600 tatverdächtigen Personen wurden bereits 440 identifiziert.

Die Darknet-Plattform stand seit mehr als vier Jahren im Fokus der bayerischen Ermittlungsbehörden. Dort wurden hauptsächlich Darstellungen angeboten, die schwere sexualisierte Gewalt an Kindern zeigten, um Nutzer zum Erwerb zusätzlicher Fotos und Videos zu verleiten. Den Ermittlern zufolge wurden die zugesagten Inhalte nach erfolgter Zahlung allerdings nicht bereitgestellt. Nach dem vermuteten Drahtzieher des Netzwerks, einem 35-jährigen chinesischen Staatsbürger mit Aufenthalt in der Volksrepublik, wird international gesucht.

Justizminister „Hinter jedem Bild steht unfassbares Leid“

Trotz des Betrugs an den Käufern wurde für die Anwerbung authentisches Missbrauchsmaterial genutzt, wie die Deutsche Presse-Agentur meldet. „Die Fake-Shops warben mit echtem kinderpornografischem Material“, hob Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) hervor. „Man darf nicht vergessen: Hinter jedem Bild, hinter jedem Video steht das unfassbare Leid eines Kindes.“ Der Fall offenbare überdies, wie beängstigend hoch die Nachfrage sei.

„Operation Alice“ Durchsuchungen in neun Bundesländern

Die Untersuchungen unter dem Codenamen „Operation Alice“ erfolgten global in 23 Staaten und wurden von Europol gesteuert. Gegenwärtig wird gegen etwa 600 Nutzer ermittelt, die im Zeitraum von Februar 2020 bis Juli 2025 auf den Plattformen Zahlungen geleistet haben sollen.

Im Zuge der Operation gab es in Deutschland Durchsuchungen bei 14 verdächtigen Personen in neun verschiedenen Bundesländern, darunter Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Die Behörden fügten hinzu, dass der gesamte Ermittlungskomplex Verfahren gegen 89 aus Deutschland stammende Beschuldigte umfasst. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.