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Hilfskonvoi für KubaAktivisten protestieren gegen US-Blockade

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Aktivisten bringen Tonnen Hilfsgüter nach Kuba

Aktivisten aus mehreren Ländern sind in Havanna bereits eingetroffen.

Eine internationale Koalition von Aktivisten bringt Hilfsgüter nach Kuba, um gegen die US-Blockade zu protestieren.

Ein Bündnis internationaler Aktivisten hat eine Initiative aus Solidarität mit Kuba gestartet, die sich gegen die Politik der Vereinigten Staaten richtet. Unter der Bezeichnung „Nuestra América“ (Unser Amerika) haben die Beteiligten damit angefangen, Versorgungsgüter für die kubanische Bevölkerung sowohl auf dem Wasser- als auch auf dem Luftweg nach Havanna zu liefern. Laut Berichten der dpa erfährt das Vorhaben zudem durch eine Videobotschaft der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg Zuspruch.

Am Freitag (Ortszeit) hat ein Motorboot mit circa 20 Tonnen an Versorgungsgütern den mexikanischen Hafen Progreso verlassen und Kurs auf Kuba genommen. Videoaufnahmen dokumentieren, wie die Personen an Bord „Blockade, nein. Kuba, ja“ skandierten. Zudem war der Start zweier Segelboote von der mexikanischen Isla Mujeres vorgesehen. Bereits im Vorfeld hatten Aktivisten vom europäischen Kontinent Havanna per Flugzeug erreicht und Hilfspakete mitgebracht.

Prominente Unterstützung für die Aktion

Für Samstag, den sogenannten „Internationalen Tag der Solidarität mit Kuba“, sind in Havanna Versammlungen mehrerer Gruppen geplant. Im Vorfeld der Aktion hatte Präsident Miguel Díaz-Canel bereits prominente Unterstützer empfangen, darunter den ehemaligen britischen Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn und David Adler, Vertreter der Organisation Progressive International, die eigens für die Initiative angereist waren.

Ein Wechsel des politischen Systems kommt für Kuba nicht infrage

Das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba ist seit der Revolution unter der Führung von Fidel Castro im Jahr 1959 belastet. Die Bevölkerung Kubas leidet seit langer Zeit unter den Konsequenzen von systematischer Misswirtschaft und dem von den USA verhängten Handelsembargo. Eine Verschärfung der Lage trat ein, als die Regierung unter Donald Trump die Versorgung der Insel mit Erdöl blockierte.

Gleichzeitig haben Havanna und Washington den Dialog wiederaufgenommen. Jedoch hat die kommunistische Regierung des Inselstaates bekräftigt, dass sowohl das politische Gefüge als auch ein möglicher Wechsel an der Staatsspitze nicht zur Verhandlung stehen. Diese Haltung wurde vom stellvertretenden Außenminister Carlos Fernández de Cossio klargestellt. Washington verfolgt demgegenüber das Ziel, einen wirtschaftlichen und politischen Umbruch auf Kuba herbeizuführen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.