Eine halbe Million Euro investiert die Gemeinde in die Sanierung der fast 70 Jahre alten Kirche. Der erste Abschnitt ist nun abgeschlossen.
Beton marodeDarum war der Kirchturm von St. Wendelinus in Berrenrath über Wochen verhüllt

Verhüllt war der Kirchturm für St. Wendelinus über mehrere Wochen. Dort fanden Betonsanierungsarbeiten statt.
Copyright: Andreas Engels
Hinter einem mit Planen verhüllten Baugerüst verbarg sich einige Wochen lang der Kirchturm der Pfarrkirche St. Wendelinus. Pünktlich zum Weihnachtsmarkt am Sonntag (30. November) auf dem Kirchenvorplatz wurde das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk wieder ausgepackt und erstrahlt jetzt in neuem Glanz.
„Wir haben festgestellt, dass der Zahn der Zeit kräftig am Kirchturm genagt hat“, sagt Kirchenvorstand Gerd Fabian. Eine Untersuchung durch Fachleute habe ergeben, dass das Betongerüst des Kirchturms erhebliche Schäden aufwies und saniert werden musste. Mit den Arbeiten wurde nach dem Pfarrfest Mitte September begonnen.
Land NRW beteiligt sich an den Kosten für das Baudenkmal
Hinter den Planen wurden die Betonstreben und Querverbindungen aufwendig sandgestrahlt, die Eisenarmierungen zum Teil freigelegt und mit einem neuen Korrosionsschutz versehen. „In Abstimmung mit dem Denkmalschutz hat der Kirchturm dann einen neuen Anstrich bekommen“, berichtet Fabian. Weil das Gerüst bis zur Kirchturmspitze gereicht habe, sei die Gelegenheit genutzt worden, auch das Kreuz hoch oben mit neuer Farbe zu versehen.
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Die Arbeiten am Kirchturm von St. Wendelinus sind Teil eines größeren Sanierungsprojekts, das nach Angaben von Kirchenvorstand Fabian insgesamt etwa eine halbe Million Euro kosten wird. Rund 110.000 Euro davon steuert die Landesregierung im Rahmen der Denkmalförderung bei, auch das Bistum beteiligt sich an der Finanzierung. Aber auch die Gemeinde müsse auf Rücklagen zurückgreifen, so Kirchenvorstand Fabian. Die Betonsanierung des Kirchturms sei mit einem niedrigen sechsstelligen Betrag zu Buche geschlagen.
Im Frühjahr 2026 steht der zweite Bauabschnitt an. Dann werden die Ornamentfenster der Kirche, die in den Jahren 1956 und 1957 im Zuge der Umsiedlung des Ortes Berrenrath nach Plänen des Architekten Fritz Schaller erbaut wurde, entrostet und neu gestrichen, die Grundleitungen zur Dachentwässerung und die Elektroinstallation erneuert.

