31.07.2016
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Venloer Straße: Motiv für Selbstverbrennung unklar

Einsatzkräfte vor dem Supermarkt.

Einsatzkräfte vor dem Supermarkt.

Foto:

Krasniqi

Ehrenfeld -

Ein Feuerwehreinsatz in Ehrenfeld hat am Mittwochabend viele Passanten erschreckt und für eine Sperrung der Venloer Straße gesorgt. Ein 35 Jahre alter Mann hatte sich in einem Rewe-Supermarkt mit Benzin übergossen und selbst angezündet; nach Aussage eines Polizeisprechers am Donnerstagmorgen schwebt er weiterhin in Lebensgefahr. Sechs Polizeibeamte, die sehr schnell am Unglücksort eintrafen, die Flammen mit Löschdecken und Feuerlöscher bekämpften und den Mann ins Freie zogen, erlitten Rauchvergiftungen, einer von ihnen wurde schwer verletzt. Ein Augenzeuge schrieb auf einer Facebook-Seite, der Mann habe im Supermarkt vor der Tat in gebrochenem Deutsch auch darüber gesprochen, das Land verlassen zu müssen. Diesen Hintergrund schließt die Polizei als Tatmotiv allerdings aus, sagte ein Sprecher ksta.de.

Selbst-Entzündung in Ehrenfeld
Köln, 29.11.12: Am Mittwochabend hat sich in einem Supermarkt im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ein Mann selbst angezündet. Die genauen Umstände und Hintergründe der Tat sind noch offen.

Der Mann, der Zeugen zufolge schon früher durch Geschrei in dem Ehrenfelder Geschäft aufgefallen war, hatte sich an diesem Abend vor dem Supermarkt erneut lautstark mit einer Frau gestritten. Ein Polizist sagte ksta.de, es handle sich wohl um ein Beziehungsdrama. Zeugen zufolge wurde er zunächst von Mitarbeitern besänftigt. Er ging zunächst weg, kehrte aber gegen 19.15 Uhr mit einem Benzinkanister zurück und übergoss sich im Eingangsraum mit dem Brennmaterial. Beim Anzünden gerieten auf der Eingangsfläche auch Brot- und Zeitungsständer in seiner Nähe augenblicklich in Brand, es entwickelte sich starker Rauch.

Auf einer Facebook-Seite für Ehrenfeld hat sich ein Augenzeuge zu Wort gemeldet. "Ich stand um 18:20 an der Kasse, als der Mann (ein Schwarzer) dann wohl das erste Mal in den Laden kam und brüllte, er würde niemanden etwas tun aber alle sollten herhören. Etwas mulmig wurde einem dabei schon. Ein Mitarbeiter hat dann beruhigend auf Ihn eingeredet. Es ging um irgendwas mit seiner Frau und Kindern und Deutschland verlassen. Es war nicht wirklich klar, was er wollte, bzw. wo das Problem war. Sein Deutsch war nicht das Beste. Der Mitarbeiter vom REWE hat sich sehr professionell und deeskalierend verhalten. Mit so was konnte definitiv niemand rechnen!" Die Polizei will sich zu den Hintergründen derzeit nicht äußern.

Die Kunden, die in langen Schlangen vor der Kasse warteten, und die Mitarbeiter des Supermarktes wurden aufgefordert, den Laden rasch zu verlassen. Viele Zeugen riefen sofort bei Polizei und Feuerwehr an. Polizeibeamte waren als erste zur Stelle und löschten das Feuer mit Löschdecken. Geschockt durch den Anblick weinten einige Menschen vor dem Geschäft. Feuerwehrleute, die kurz nach der Polizei eintrafen, durchsuchten mit Atemschutz ausgerüstet die stark verrauchten Gänge nach möglichen weiteren Opfern, fanden aber niemanden mehr. (ts, nah)