30.07.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Im Winter: Ist Gemüse frisch, tiefgekühlt oder aus der Dose gesünder?

Eine gute Alternative: Der Vitaminverlust ist bei Tiefkühlgemüse geringer als viele glauben.

Eine gute Alternative: Der Vitaminverlust ist bei Tiefkühlgemüse geringer als viele glauben.

Foto:

imago/Niehoff

Frisches Gemüse kaufen oder doch lieber in die Tiefkühltruhe oder ins Konservenregal greifen? Gerade im Winter stehen wir vor diesem Dilemma. Und: Was heißt schon „frisches Gemüse“? Der Weg vom Feld in unsere Kochtöpfe ist oft lang. Häufig wissen wir nicht, wie lange die Ware nach der Ernte gelagert wurde. Doch Tiefkühlware und Dosengemüse haben durch das Haltbarmachen viel weniger Nährstoffe, oder etwa nicht? Die Vor- und Nachteile der drei Gemüsevarianten im Überblick:

Frisches saisonales und regionales Gemüse ist die erste Wahl

Die Vorteile: „Frisch geerntetes Gemüse weist den höchsten Nährstoffgehalt auf – das ist unbestritten“, sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn. Die frische Variante punktet mit einem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen.

1608813

Die Ernährungswissenschaftlerin rät dazu, möglichst auf regionale und saisonale Produkte zu setzen. Grünkohl, Rosenkohl, Weiß- und Rotkohl seien in der kalten Jahreszeit zu empfehlen. „Auch Chicorée, Lauch und Rote Beete sind typisches Wintergemüse“, so Restemeyer. Möhren, Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten, Paprika und Champignons, die das ganze Jahr zu haben sind, sorgten für mehr Abwechslung auf dem Teller.

Die Nachteile: „Welken Obst und Gemüse tagelang vor sich hin, verlieren sie automatisch wertvolle Nährstoffe.“ Frisches Gemüse sollte deshalb ab dem Kauf am besten innerhalb der nächsten drei Tage verzehrt werden. Denn gerade durch die Lagerung gehen Nährstoffe verloren. Restemeyers Beispiel: „Erntefrisch geerntete Bohnen enthalten 19 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm.“ Nach einem Tag Lagerung bei Zimmertemperatur sinke der Gehalt auf 65 Prozent, am zweiten Tag verbleibe ein Rest von 48 Prozent. „Beim Zubereiten verringert sich der Gehalt dann noch einmal um 25 Prozent“, so die Ernährungswissenschaftlerin. Beim Garen sollten Verbraucher daher immer darauf achten, dass das Gemüse knackig bleibt, um diesen Effekt zu verringern.

Nächste Seite: Tiefkühlgemüse ist eine gute Alternative

nächste Seite Seite 1 von 3