27.09.2016
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Overather Tafel: Neue Kraft schöpfen in der Arbeit

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Christopher Arlinghaus

Overath -

Wenn Peter Paul von seinem ehrenamtlichen Engagement bei der Overather Tafel spricht, dann huscht hin und wieder ein zufriedenes Lächeln über die Lippen des 78-jährigen. Seit knapp vier Jahren ist der ehemalige evangelische Pfarrer nun schon als Fahrer in dem Verein tätig. Zusammen mit rund einem Dutzend weiterer Ruheständler ist er für das Abholen der Lebensmittel bei den Händlern und das anschließende Entladen des Wagens zuständig.


Insgesamt werden für die Overather Tafel drei Mal in der Woche Lebensmittel eingesammelt: montags, mittwochs und freitags. „In der Regel fahre ich zwei bis drei Mal im Monat“, erklärt Paul. Es könne jedoch auch schon einmal zu spontanen Einsätzen kommen, wenn zum Beispiel ein Kollege wegen Krankheit ausfalle.


Am meisten schätzt Peter Paul an seiner Arbeit den Kontakt zu den Händlern. „Wir treffen während unserer Fahrten meistens auf sehr freundliche Menschen“, sagt er. Vor allem die Einzelhändler empfingen die Tafel-Mitarbeiter immer gern. Aber auch zu den Menschen, die die Dienste der Overather Tafel in Anspruch nehmen müssen, pflegt Paul ein gutes Verhältnis. „Bei uns werden diese Menschen nicht als Bedürftige gesehen, sondern als Kunden.“ So dürfen diese sich ihre Lebensmittel, für die sie einen symbolischen Betrag von einem Euro entrichten, auch selber zusammenstellen.


Am häufigsten bekommen die Fahrer der Overather Tafel Obst, Gemüse und Backwaren von den Händlern geschenkt. Nach Weihnachten sind auch meist sehr viele Süßigkeiten unter den Spenden. „Einmal haben wir sogar Austern bekommen“, erinnert sich Paul. Ein Ende seiner ehrenamtlichen Tätigkeit ist noch lange nicht abzusehen. „Die Arbeit macht mir großen Spaß“, sagt er. „Deshalb möchte ich solange dabei bleiben wie möglich.“


Besonders wichtig ist ihm auch der Austausch mit den übrigen Mitarbeiter. Deshalb setzen sich die Frauen und Männer nach den Fahrten häufig noch für ein zweites Frühstück mit Kaffee, Brötchen und Kuchen zusammen. Das stärkt nicht nur den Zusammenhalt innerhalb des Teams, sondern füllt auch die Energiereserven jedes Einzelnen wieder auf, wie Paul betont. „In der ehrenamtlichen Arbeit schöpfe ich immer wieder neue Kraft.“


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