25.08.2016
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Bündelrabatt & Co.: Wie man bei Versicherungen sparen kann

Für Versicherungen geben die Bundesbürger jedes Jahr viel Geld aus. Dabei sind viele Policen zu teuer oder überflüssig. Wer sparen will, sollte einen Bündelrabatt aushandeln.

Für Versicherungen geben die Bundesbürger jedes Jahr viel Geld aus. Dabei sind viele Policen zu teuer oder überflüssig. Wer sparen will, sollte einen Bündelrabatt aushandeln.

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dpa

Unseren Versicherungsschutz lassen wir uns einiges kosten: Jahr für Jahr gibt jeder Bundesbürger durchschnittlich 2100 Euro für private Versicherungen aus. Das hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) berechnet. In vielen Fällen zahlen Versicherte viel zu viel Geld. Wir verraten, wie sie einfach sparen können - und welche Policen wirklich nötig sind.

Rechtzeitig zum Jahresende wechseln

Bei der Wahl einer Risikolebensversicherungkann es sich auszahlen, sich noch vor dem Jahreswechsel zu entscheiden. Wer noch zum 1. Dezember einen Vertrag abschließt, spart unter Umständen Geld. Denn bei einigen Anbietern werden Kunden nicht am tatsächlichen Geburtstag, sondern versicherungstechnisch bedingt schon am 1. Januar als ein Jahr älter eingestuft. Dadurch müssen Kunden, die zum Beispiel im Mai oder September Geburtstag haben, bereits ab Januar höhere Beiträge bezahlen, erklärt die Interessenvereinigung Geld und Verbraucher (GVI) in Heilbronn.

Wer zum letztmöglichen Eintrittstermin vor dem Jahreswechsel, dem 1. Dezember, eine Versicherung abschließt, könne durch das niedrigere Eintrittsalter je nach Anbieter bis zu zwei Jahresbeiträge sparen, erklärt GVI-Präsident Siegfried Karle.

Versicherungsbeiträge jährlich zahlen

Bei der Auto- oder auch bei Sachversicherungen wie Hausrat- oder Haftpflichtpolice wird es unter dem Strich meist günstiger, wenn man seinen Beitrag statt monatlich einmal im Jahr bezahlt. Ein Beispiel: Bei Cosmos Direkt kostet die Kfz-Police mit Vollkaskoschutz etwa 68 Euro pro Monat, am Jahresende zahlt der Versicherte so rund 817 Euro. Wählt er die jährliche Zahlungsweise, zahlt er dagegen nur rund 720 Euro - fast 100 Euro weniger. „Dies gilt auch bei Lebensversicherungen – nur ist die Ersparnis dort versteckter“, sagt Georg Plötz, Altersvorsorgeberater bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Bei Riesterrenten-Verträgen oder klassischen Kapitallebensversicherungen bringt die jährliche Zahlungsweise ganze fünf Prozent Ersparnis. Bei einem Monatsbeitrag von 300 Euro sind das immerhin rund 180 Euro im Jahr. Allerdings wirkt sich diese Ersparnis nicht direkt auf den zu zahlenden Beitrag aus wie bei der Kfz-Versicherung, sondern macht sich erst am Ende der Laufzeit bemerkbar.

Der Grund: Bei Renten- oder Lebensversicherungen wird von jedem Beitrag eine bestimmte Summe als Abschlag weggenommen, um verschiedene Gebühren zu begleichen, unter anderem gibt es einen Abschlag für die monatliche Zahlungsweise. Der Rest wandert in den Spartopf und wird verzinst. Zahlt man nun seinen Beitrag jährlich, ist der Abschlag geringer und der verzinste Sparanteil wird größer. Am Ende steigt das Garantiekapital, und auf eine Laufzeit von 20 oder 30 Jahren gerechnet kommt eine ansehnliche Summe zusammen.

Einziger Haken an der Sache: „Man muss einmal den gesamten Jahresbeitrag vorauszahlen“, sagt Plötz. Es empfiehlt sich, für die eigene Buchführung weiterhin den Monatsbeitrag per Dauerauftrag vom Konto abbuchen zu lassen und auf einem Tagesgeldkonto zu parken. „Dann hat man im nächsten Jahr gleich die Summe parat und profitiert auch noch von den Zinsen“, sagt Plötz.

Übrigens verlangen nicht alle Versicherer Aufschläge für die monatliche Zahlungsweise. Die Debeka beispielsweise nimmt gar keinen Zuschlag und gestattet es dem Versicherungsnehmer sogar, die 60 Euro Jahresbeitrag für die private Haftpflichtversicherung in monatlichen Beiträgen von fünf Euro zu entrichten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum es sich lohnt, Policen bei einem Anbieter abzuschließen.

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