„Get up“ feiert Premiere in KölnLisa und Lena Mantler sind erstmals auf der großen Leinwand zu sehen

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Lena und Lisa Mantler sind hauptsächlich von TikTok und Co. bekannt. Jetzt spielen sie die Hauptrollen in einem Kinofilm.

Es ist das erste Mal auf der großen Leinwand für die beiden – das Rampenlicht sind sie aber schon seit Jahren gewohnt. Die Influencerinnen Lisa und Lena Mantler haben ihren ersten Kinofilm gedreht. Bei der Premiere von „Get up“ am Sonntag in Köln können sich die 21-Jährigen, denen auf Instagram fast 20 Millionen Menschen folgen, kaum von ihren Fans losreißen. „Es ist verrückt. Ich merke, dass wir das lange nicht mehr gemacht haben, ich habe schon ein paar Posen vergessen. Aber es ist voll schön“, sagt Lena Mantler auf dem roten beziehungsweise blauen Teppich im Cinedom.

Lisa und Lena Mantler spielen in dem Kinofilm an der Seite von Sinje Irslinger („Gott du kannst ein Arsch sein“), Jobel Mokonzi („Druck“) und Anton Kappler. Auch die als Göttinger Tatort-Kommissarin bekannte Schauspielerin Florence Kasumba kommt als Nebenrolle in dem Coming-of-Age-Film vor. Die Regie von „Get up“ hat Lea Becker geführt.

Köln: „Get up“ mit Lisa und Lena Mantler feiert Premiere im Cinedom

Darum geht es: Die vier Freundinnen Alex (Lena Mantler), Juli (Lisa Mantler), Ewa (Sinje Irslinger) und Nia (Jobel Mokonzi) entscheiden, an einem Skate-Wettbewerb für Mädchen teilzunehmen. Nach dem Vorentscheid in Frankfurt steht das große Finale an – in Köln. Ihre Freundschaft wird dabei vor eine harte Probe gestellt. Und über allem steht die Frage: Was will ich jetzt, nach der Schule, eigentlich machen?

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„Es geht nicht darum, wer am besten aussieht oder die meisten Follower hat. Der Film motiviert, ein bisschen mehr rauszugehen, so wie bei uns die Wilden Kerle und die Vorstadtkrokodile“, meint Lena Mantler. Und im Gegensatz zu den Kindheitsfilmen der Zwillinge stehen bei „Get up“ Mädchen im Vordergrund und Jungs spielen nur die Nebenrolle. „Es ist kein Film, wo alles Schickimicki ist, sondern man macht sich mal wieder dreckig und steht dann auf und macht weiter“, fügt Lisa Mantler hinzu.

Florence Kasumba, Sinje Irslinger, Lea Becker, Lena Mantler, Lisa Mantler, Jobel Mokonzi und Anton Kappler (v.l.) bei der Premiere von „Get up“.

Florence Kasumba, Sinje Irslinger, Lea Becker, Lena Mantler, Lisa Mantler, Jobel Mokonzi und Anton Kappler (v.l.) bei der Premiere von „Get up“.

Man hat sich damals als Mädchen nicht die Frage gestellt: Will ich skaten oder nicht? Das war irgendwie immer ein Jungs-Ding.
Sinje Irslinger, Kölner Schauspielerin

Neben Freundschaft, Mut und das Erwachsenwerden spielt natürlich das Skaten eine große Rolle im Film. Teils aus Versicherungsgründen mussten für einige Stunts auf dem Board Doubles eingesetzt werden, aber die Hauptdarstellerinnen haben auch selbst fleißig geübt. Lisa und Lena Mantler hatten ihre Kolleginnen da schon was voraus, sie skaten selbst seit einigen Jahren.

Sinje Irslinger dagegen war – im wahrsten Sinne des Wortes – blutiger Anfänger: „Ich hatte nur blaue Beine, blutige Fersen, das ganze Programm.“ Die Skateplätze, auf denen gedreht wurde, waren dagegen kein Neuland für die 27-jährige Kölnerin: „Wir haben auch auf den Skateplätzen in Köln gedreht, wo ich damals mit 14 oder 15 Jahren gechillt habe, das war total geil.“ Und da hat sie nicht geskatet? „Man hat sich damals als Mädchen nicht die Frage gestellt: Will ich skaten oder nicht? Das war irgendwie immer ein Jungs-Ding.“ Umso schöner, wenn auch schmerzhaft, sei es gewesen, das jetzt nachzuholen.

Influencerinnen planen weitere Schauspielkarriere

Auch für Jobel Mokonzi waren die Drehs in Köln quasi Heimspiel, erzählt die aus Essen stammende 25-Jährige. „Ich wollte schon immer mal Skaten und Filmen verbinden, das war einer meiner Träume“, verrät sie. Richtig geskatet sei sie zwar vor dem Film noch nicht, aber auf dem Longboard sei sie schon geübt gewesen. „Und jetzt bin ich ein richtiges Skatergirl. Watch out!“ Ihr Board habe sie auch extra mit nach Köln genommen und alle anderen „gezwungen“ dasselbe zu tun.

Alle anderen, dazu gehört in dem Fall definitiv nicht Florence Kasumba, die in „Get up“ Mokonzis Mutter spielt. Auf die Frage, ob sie im Rahmen der Dreharbeiten auch mal aufs Board gestiegen sei, antwortet sie: „Auf keinen Fall und ich habe auch nicht das Bedürfnis danach!“ Ihre jungen Kolleginnen hätten eine tolle Energie ans Set gebracht und seien absolute Profis. Tipps von der erfahrenen Schauspielerin an die Nachwuchstalente hätte es dabei nicht gegeben: „Wir sind uns auf Augenhöhe begegnet.“

„Get up“ läuft am 29. Juni in den deutschen Kinos an. Und vielleicht kommen demnächst noch mehr Filme oder Serien mit Lisa und Lena Mantler. Auf die Frage, wie es mit ihrer Schauspielkarriere weitergeht, zucken die beiden Influencerinnen nur mit einem verschmitzten Grinsen mit den Schultern und sagen: „Es bleibt spannend.“

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