Sechs neue Songs, acht alteStadtrand veröffentlichen erstes Studioalbum beim Label Pavement

Lesezeit 2 Minuten
Stadtrand bei ihrer Albumvorstellung im Club Bahnhof Ehrenfeld.

Stadtrand bei ihrer Albumvorstellung im Club Bahnhof Ehrenfeld.

Mit „En kölsches Leed“ will die junge Band die Kölner Säle und Kneipen erorbern.

„Datdadadada“ – einfacher könnte der Refrain von Stadtrands neuer Single „En kölsches Leed“ kaum sein. Die 2018 gegründete Band um Sänger Roman Lob geht auf die Metaebene, ein kölsches Lied über ein kölsches Lied. Simpel, aber optimal zum Mitgrölen zur späten Stunde.

„En kölsches Leed“ ist Stadtrands Versuch, einen Sessions-Hit zu landen und findet sich auch auf dem Karnevalssampler „Karneval der Stars 53“ vom Label Pavement, bei dem Stadtrand seit Kurzem unter Vertrag ist. Die Auswahl des Songs für den Sampler war nicht leicht: Stadtrand hat vor Sessionsbeginn gleich sechs neue Titel im Gepäck. Die gibt es seit Freitag auf dem neuen Album „Kapitel eins“ zu hören, auf dem zusätzlich acht schon bekannte Songs sind.

Sessionssingle wurde heiß diskutiert

Ergibt eine CD in Zeiten von Streaming überhaupt noch Sinn? Zumal nicht mal ganz die Hälfte der Songs überhaupt neu ist. Darüber haben Roman Lob, Peter Geschwandtner, Christoph Zimmermann, Tim Dönges, Thomas Mesenholl und Marco Lehnertz lange nachgedacht, sich letztlich aber für den Schritt entschieden. Am Donnerstagabend, kurz vor Veröffentlichung, präsentierten Stadtrand ihr neues Album im Club Bahnhof Ehrenfeld.

Alles zum Thema Musik

Ein Song, der „En kölsches Leed“ bei der Entscheidung um die Sessionssingle starke Konkurrenz machte: „Kölsche Ballerina“. Inspiriert wurde Roman Lob für die rockige Nummer durch seine Tochter: „Wenn sie Musik hört, dreht sie sich immer im Kreis. Da habe ich gedacht, das ist eine kölsche Ballerina.“

Bei „Immer do“ verlassen sich Stadtrand auf das Motiv, das in Köln meistens funktioniert: Heimatliebe. „Denn do bes ming Stadt, ming Hätz, ming Heimat, immer do“, singt der ehemalige Eurovision-Songcontest-Teilnehmer Lob. Auch die rheinische Offenheit, die zu spontanen und kurzweiligen Freundschaften führen kann, besingen Stadtrand. In „Kneipenfründe“ geht es um die Verbundenheit zwischen Unbekannten an der Theke. Neu veröffentlicht sind mit „Kapitel eins“ außerdem „Unser Leed“ und „Wunder“.

Aber auch einige ältere Songs haben es auf das Album geschafft: „Wenn do laachs“ haben Stadtrand 2020 veröffentlicht, das gefühlvolle Stück ist inspiriert von Lobs Sohn. „Alles för die Liebe“ und „Ahle Kess“ sind Stadtrands Nummern aus der vergangenen Session. „Orjenal“ reicht in die Anfänge der Band 2018 zurück. Und auch das Schunkellied „Uns jeiht et joot“, „Janz ejal“, „Halver Aach“, und „Hin und widder“ sind auf dem neuen Stadtrand-Album.

KStA abonnieren