SEK-Einsatz in KölnPolizei ermittelt nach Schüssen auf Wohnhaus

Seit dem frühen Morgen durchsucht die Polizei vier Wohnungen in Köln und Hürth.
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Köln – Am Freitagmorgen hat die Polizei vier Wohnungen in Köln und Hürth durchsucht. Auch Beamte eines Spezialeinsatzkommandos waren beteiligt, weil die vier tatverdächtigen Männer, die Ziel der Aktion waren, als bewaffnet und gefährlich galten. Hintergrund des Einsatzes waren nach Angaben der Polizei Streitigkeiten innerhalb einer Großfamilie aus Ex-Jugoslawien. Die Vorwürfe gegen die vier Beschuldigten (26 bis 43 Jahre) lauten: gefährliche Körperverletzung, Bedrohung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz.
Schüsse auf Haus im November blieben folgenlos
Am 20. November sollen drei der jetzt Beschuldigten mehrere folgenlose Schüsse auf ein Haus an der Frankfurter Straße in Köln-Höhenberg abgegeben haben. Vorausgegangen waren laut Polizei Bedrohungen in sozialen Netzwerken, bei denen die Männer unter anderem auf Facebook Fotos verschiedener Schusswaffen gepostet haben sollen.
Außer Mobiltelefonen stellten die Ermittler bei den Durchsuchungen am Donnerstag in der Theodor-Heuss-Straße (Porz) und der Eiler Straße sowie in der Wilhelm-Rieländer-Straße in Hürth mehrere Schreckschusspistolen sicher. Diese müssen nun den Waffen auf den Fotos zugeordnet werden. Eine scharfe Waffe sei nicht gefunden worden, berichtete ein Polizeisprecher.
Keine Festnahmen, keine Verletzten
Bei dem heutigen Polizeieinsatz sei niemand verletzt worden, heißt es. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauere an. Es gab keine Festnahmen.
