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Deutzer DienstagszugClowns, Sportler und Musikanten aus der Eifel

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Drei Frauen in Schwarz-Gold stehen zusammen auf dem Zugweg.

Erstmals seit rund zehn Jahren wieder im Deutzer Zug: Die Fußballerinnen und Fußballer vom SV Deutz 05.

Über so viele Aktive wie noch nie freuten sich die Organisatoren, erstmals dabei: Die Gesamtschule Kalk und das Gymnasium Brügelmannstraße.

Marvel-Helden und Malermeister waren im Deutzer Zug zu sehen. 1972 durch die Interessengemeinschaft Deutzer Dienstagszug erstmals veranstaltet, hat sich der Zug zu einer festen Größe im Karnevalskalender entwickelt. Da er nicht nur der einzige Zug im Stadtteil, sondern streng genommen in der gesamten Innenstadt ist, standen wie immer viele Zuschauerinnen und Zuschauer am Straßenrand. Die Anwohnerinnen und Anwohner schlugen Pavillons vor den Hauseingängen auf oder öffnen ihre Garagen. Oder sie setzten sich gleich auf Vordachkanten und an die Balkone.

Angeführt wurde der Zug traditionell von der Musikkapelle Nettersheim, deren Verbindungen nach Deutz bereits vor 46 Jahren gewachsen sind. Mit Trompeten, Posaunen und Saxophonen intonierten sie kölsche Klassiker. Zwischendurch kam der Zug ins Stocken, denn die vordersten Wagen mussten auf die letzten warten, die den Gotenring noch nicht überquert hatten. Über so viele Teilnehmer wie noch nie freute sich Peter Korn von der Interessengemeinschaft Deutzer Dienstagszug (IGDD). „Es sind noch mal 200 mehr als in der vorherigen Session, insgesamt haben wir 1.300 Jecke im Zug. Es hat sich herumgesprochen, dass wir immer größer und immer netter werden“, sagte er.

Erstmals dabei waren die Gesamtschule Kalk und das Gymnasium Brügelmannstraße. „Es ist ein besonderer Tag, denn der Zug ist sehr familiär. Im eigenen Veedel kennt man viele Leute, es ist schön zu sehen, dass so viele am Veilchendienstag noch Spaß haben“, sagte Zugleiter Philipp Levien.

Eine Truppe in Rot-weiß bringt Kamelle unters Volk.

Die Düxer Clowns sind fester Bestandteil des Deutzer Zugs.

Die Mitarbeitenden des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) hatten es nicht weit von ihren Büros, die Eltern und Kinder der Kita St. Heribert gingen als Malermeister mit extra vielen Farbklecksen. Zipfelbemützt liefen die Wichtel der „Fründe vom Jugendpark“ durch den Stadtteil. Von der Gruppe „Rabatz“ waren brasilianische Sambarhythmen zu hören, die Düxer Clowns mischten klassisches Rut un Wiess in den Zug.

Schwarz und Gelb sind wiederum die Farben des SV Deutz 05, der zum ersten Mal seit gut zehn Jahren wieder im Zug vertreten war. „Es braucht jemanden, der das organisiert“, sagte Vorstandsmitglied Miriam Zaube. „Es ist schade, dass wir so lange gebraucht haben, aber schöner kann es jetzt gar nicht sein“, schilderte sie freudestrahlend. „Rund 40 Jecken der Damen- und Herrenmannschaften seien dabei. Wir sind eine Einheit und wollen unseren Stadtteil repräsentieren.“