Durch die schnelle Reaktion und das beherzte Eingreifen der Reisenden konnte ein schlimmerer Ausgang am Kölner Hauptbahnhof verhindert werden.
Schock und KopfverletzungenFrau zieht gestürzten Mann aus Bahngleis am Kölner Hauptbahnhof

Gleise im Kölner Hauptbahnhof, kurz nach Mitternacht (Symbolbild)
Copyright: IMAGO/Marc John
Eine Reisende hat einem Kölner am Dienstagabend (5. März) am Kölner Hauptbahnhof vermutlich das Leben gerettet. Wie die Bundespolizei mitteilte, sei der 56-Jährige zuvor um 18.10 Uhr von einem Bahnsteig der S-Bahn in den lebensgefährlichen Gleisbereich gestürzt.
Köln: Mann erleidet Schock und Kopfverletzungen
Der Mann sei zu nah an der Bahnsteigkante entlanggelaufen und durch einen Fehltritt gestürzt. Bei dem Sturz sei er mit dem Kopf aufgeschlagen. Reisende, die den Vorfall beobachteten, versuchten dem Lokführer des einfahrenden Zuges mittels Handzeichen zu signalisieren, dass er halten solle. Eine Frau kniete sich an die Bahnsteigkante und hielt dem 56-Jährigen ihre Hand hin.
Sie zog den Mann schnell ein Stück an der Bahnsteigkante hoch, sodass er von der gerade zum Stehen kommenden Bahn nur touchiert wurde. Die eintreffenden Beamten der Bundespolizei sperrten daraufhin den Bahnsteig und veranlassten, dass die Bahn zurückgesetzt wurde. So konnte der Verletzte schließlich aus dem Gleisbereich gezogen werden. Er erlitt einen Schock und Kopfverletzungen und wurde den Rettungskräften übergeben.
Kölner Bundespolizei gibt Hinweise zum Verhalten am Bahnsteig
Die Bundespolizei warnt in Bezug auf den Vorfall am Kölner Hauptbahnhof eindringlich vor lebensgefährlichen Situationen im Bahnbereich und ruft zur erhöhten Aufmerksamkeit auf.
Reisende sollten sowohl auf sich selbst als auch auf Mitreisende achten. Ein ausreichender Sicherheitsabstand zu den Bahnsteigkanten sei von entscheidender Bedeutung. Die Polizei mahnt, dass keine Abkürzung es wert sei, das eigene Leben aufs Spiel zu setzen. Der unbefugte Aufenthalt im Gleisbereich berge stets lebensgefährliche Risiken. Außerdem wären Züge nahezu lautlos und benötigten einen langen Bremsweg. Die Bundespolizei fordert die Bevölkerung daher dazu auf, sich dieser Gefahren bewusst zu sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. (jni)

