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„Wellnest“ eröffnet im SchanzenviertelLuxus und Entspannung im privaten Spa in Köln-Mülheim

Lesezeit 4 Minuten
Marc André Pfeiffer steht in einem der Spa-Zimmer. Neben ihm ist ein Whirlpool zu sehen.

Marc André Pfeiffer hat Wellnest 2017 gegründet. Am 31. März eröffnet die Filiale in Köln.

Auf dem Carlswerkgelände in Köln-Mülheim eröffnet im März das Wellnest – ein privates Spa mit Whirlpool und Sauna zum stundenweisen Mieten.

Arbeit, Kinder, Krisen in der gesamten und der ganz kleinen eigenen Welt. Stress und Hektik sind für viele Deutsche ein regelmäßiger Begleiter – für knapp zwei Drittel, wie eine Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2021 zeigt. Marc André Pfeiffer möchte für eine Auszeit sorgen, und sei es nur für ein paar Stunden.

Deshalb hat der 41-Jährige 2017 „Wellnest“ gegründet: Ein privates Spa zum Mieten. „Der Markt schreit nach Entspannung. Unsere Zeit wird immer stressiger, da wird es umso wichtiger, dass man sich seine Inseln der Entspannung sucht“, sagt er. Wellnest soll eine solche Insel sein – oder eben ein „Nest“, wie Pfeiffer es nennt. 19 davon sind in der ehemaligen Fabrikhalle im Mülheimer Schanzenviertel jetzt entstanden, eines davon barrierefrei. Das Konzept sei inspiriert von gehobenen Hotels, wo es private Saunen und Whirlpools schon länger gibt, sagt Pfeiffer. In den Spas haben Gäste im gebuchten Zeitfenster dann absolute Privatsphäre und sollen sich so ungestört entspannen können, etwa in den extragroßen Whirlpools: „Man kann bei uns darin richtig floaten – und die Massagedüsen haben richtig Dampf“, sagt Pfeiffer. Außerdem gibt es eine Sauna, eine Erlebnisdusche und ein Sofa.

Auf einem Fernseher können mit dem eigenen Smartphone Inhalte von Netflix und co. gestreamt und eigene Musik gespielt werden. Wer hungrig oder durstig wird, kann mittels eines installierten Tablets Speisen und Getränke bestellen, die über eine Durchreiche geliefert werden. So soll die Privatsphäre die gesamte Zeit über unberührt bleiben.

Wellnest in Köln: Stundenpreise ab 24,90 Euro

Das Ganze soll, anders als in Luxushotels, erschwinglich bleiben, sagt Pfeiffer, das sei ihm wichtig. „Wir wollen es jedem zugänglich machen.“ Günstig ist das private Spa nicht: Los geht es bei 24,90 Euro pro Person und Stunde, buchbar ist ein Nest aber erst ab zwei Stunden.  Durchschnittlich bleiben Gäste laut Pfeiffer drei Stunden. Für ein Pärchen, die laut Pfeiffer das Gros der Kundschaft ausmachen, ergibt sich damit ein Preis von fast 150 Euro. An Wochenenden und am Nachmittag ab 16 Uhr ist der Stundenpreis fünf beziehungsweise drei Euro höher. „Klar, es ist kein günstiges Produkt. Wir sehen es als ‚affordable luxury‘ – als bezahlbaren Luxus.“ 

Hinter der Entspannung steckt jede Menge Arbeit und Aufwand, erzählt Pfeiffer. „Das sieht man im Vordergrund gar nicht so unbedingt. Wir haben zum Beispiel eine riesige Wasseraufbereitungsanlage, die konzipiert werden musste. Schließlich befüllt sich jeder Whirlpool für jeden Gast neu. Außerdem musste die gesamte Verknüpfung der Technik in den Nestern entwickelt werden“, so der gelernte Innenarchitekt. Innerhalb von anderthalb Jahren stand die erste Filiale in Essen, die Umbauarbeiten in Köln-Mülheim haben etwas mehr als sechs Monate gedauert. Und das Konzept boomt offenbar: Auch in Hamburg und Bonn sollen in den nächsten Monaten weitere Standorte eröffnet werden, inoffiziell geplant ist noch mehr.

Private Spas in Köln: Marktbegleiter „My Wellness“ bietet gestaffelte Preise

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so stark läuft. Ich dachte, dass an den Vormittagen in der Woche etwas weniger los ist. Aber wird sind fast durchgehend ausgebucht“, sagt Pfeiffer. „Das zeigt, wie wichtig es den Menschen ist, sich Auszeiten zu nehmen.“ Die soll im Wellnest schon am Eingang beginnen: „Bei uns gibt es nie Menschenmassen, weil wir bei den Buchungen kaskadisch arbeiten.“ So beginnen immer nur die Zeiträume für zwei gebuchte Nester zur selben Zeit. „Wir möchten, dass das entspannte Feeling von vorne bis hinten gegeben ist.“ Das war auch ein Vorteil während der Corona-Zeit, als das Wellnest in Essen geöffnet bleiben konnte, während andere Saunen schließen mussten.

Das erste seiner Art ist das Wellnest in Köln aber nicht: Das „My Wellness“ in Ehrenfeld hat ein ähnliches Konzept und startet bei 18 Euro pro Person und Stunde. Hier gibt es preislich gestaffelt unterschiedlich ausgestattete Spas. Das ist im Wellnest anders: „Bei uns sind alle Nester gleich ausgestattet – jeder Gast bekommt das gleiche und wird gleichbehandelt“, sagt Pfeiffer. Für einen Aufpreis angepasst werden können die Spas durch verschiedene „Stimmungspakete“, in denen dann spezielle Dekoration, Musik, eine Flasche Champagner oder sonstiges enthalten sind.


Das Wellnest in der Schanzenstraße 6-20 (Gebäude 1.22), 51063 Köln eröffnet am 31. März. Buchungen werden bereits entgegengenommen. Täglich von 10 bis 24 Uhr geöffnet.

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